entrisch

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entrisch (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
entrisch entrischer am entrischsten
Alle weiteren Formen: Flexion:entrisch

Nebenformen:
enterisch, [1][2] enderisch[3]

Worttrennung:
ent·risch, Komparativ: ent·ri·scher, Superlativ: am ent·rischs·ten

Aussprache:
IPA: [ˈɛntʁɪʃ], österreichisch: [ˈentʁɪʃ][4]
Hörbeispiele:
Reime: -ɛntʁɪʃ

Bedeutungen:
[1] bayrisch, österreichisch veraltend: besorgte Stimmung verbreitend oder bekommend

Herkunft:
Erbwort von mittelhochdeutsch entrisch → gmhalt, altertümlich“, althochdeutsch entrisc → goh, antrisc → gohfremd[5]

Synonyme:
[1] unheimlich, nicht geheuer

Beispiele:
[1] „Mir wird entrisch!“[6]
[1] „Wir haben uns auf unserer Klausur im Aostatal auch ein bisschen entrisch gefühlt.“[7]
[1] „Sofort kommt’s mir entrisch vor, wie ich ihn so seh: […]“[8]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „entrisch
[1] Duden online „entrisch
[1] Jakob Ebner: Duden Taschenbücher, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 1. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1969
[1] ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kulturelle Angelegenheiten (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Neubearbeitung auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 38. neubearbeitete Auflage. ÖBV, Pädag. Verl., Wien 1997, ISBN 3-215-07910-0 (Bearbeitung: Otto Back et al.; Red.: Herbert Fussy)
[1] Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern. 4. Auflage. edition vulpes, Regensburg 2014, ISBN 3-939112-50-1 „entrisch, enterisch, ant(e)risch“, Seite 116.

Quellen:

  1. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „enterisch
  2. ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kulturelle Angelegenheiten (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Neubearbeitung auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 38. neubearbeitete Auflage. ÖBV, Pädag. Verl., Wien 1997, ISBN 3-215-07910-0 (Bearbeitung: Otto Back et al.; Red.: Herbert Fussy)
  3. Jakob Ebner: Duden Taschenbücher, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 1. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1969
  4. Rudolf Muhr: Österreichisches Aussprachewörterbuch, österreichische Aussprachedatenbank (Adaba). Peter Lang; Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-631-55414-2, DNB 986461431, Seite 177.
  5. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 499, Eintrag „entrisch“.
  6. Hugo von Hofmannsthal: Der Turm. BoD – Books on Demand, 2017, Seite 83 (Google Books)
  7. Kein Grund zur Klausetrophobie. In: Der Standard digital. 15. September 2009 (URL, abgerufen am 22. Juni 2018).
  8. Stefan Zweig: Schachnovelle / Buchmendel. BookRix, 2014 (Zitiert nach Google Books)