energiearm

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energiearm (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
energiearm energieärmer am energieärmsten
Alle weiteren Formen: Flexion:energiearm

Worttrennung:

ener·gie·arm, Komparativ: ener·gie·är·mer, Superlativ: am ener·gie·ärms·ten

Aussprache:

IPA: [enɛʁˈɡiːˌʔaʁm]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] wenig Energie enthaltend oder verbrauchend
[2] über wenig Energie oder Energieträger verfügend

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus dem Substantiv Energie und dem Adjektiv arm[1]

Gegenwörter:

[1, 2] energiereich

Oberbegriffe:

[1] schwach
[2] unvermögend

Unterbegriffe:

[1] brennwertarm, kalorienarm

Beispiele:

[1] Die Angabe, ein Lebensmittel sei energiearm, sowie jede Angabe, die für den Verbraucher voraussichtlich dieselbe Bedeutung hat, ist nur zulässig, wenn das Produkt im Falle von festen Lebensmitteln nicht mehr als 40 kcal (170 kJ)/100 g oder im Falle von flüssigen Lebensmitteln nicht mehr als 20 kcal (80 kJ)/100 ml enthält.[2]
[1] Zum einen ist es der aufgeklärte Verbraucher, der energieeffiziente Geräte präferiert und damit die Nachfrage nach energiearmen Geräten steigen lässt.[3]
[1] Das energiearme ADP wird durch energieliefernde Reaktionen im Körper wieder zum energiereichen ATP phosphoryliert.[4]
[1] Die Wissenschaftler konnten nun erstmals nachweisen, dass auch durch in Folge der Bestrahlung entstehende, energiearme Elektronen biologische Materialien – wie die DNA einer Zelle – zerstört werden können.[5]
[2] Für energiearme Länder mit großen Bevölkerungen ergibt sich aus solchen Szenarien unweigerlich das Bild von den reichen Ländern, denen die Emissionsreduktion wichtiger ist als die ökonomische Entwicklung im Rest der Welt.[6]
[2] Schaut man nun noch auf die Verteilung der Sonneneinstrahlung über die Erdkugel, dann wird klar, daß die energiearmen Länder von heute die energiereichen von morgen sein können.[7]
[2] In einer im Mai dieses Jahres veröffentlichten Studie der Ludwig-Maximilians-Universität galten solche Haushalte als energiearm, in denen mehr als zehn Prozent des Einkommens für Energiekosten aufgewendet werden müssen.[8]
[2] Hier wurden solche Haushalte als energiearm definiert, die mit ihrem Einkommen nach Abzug der gesamten Wohnkosten unterhalb der Armutsgrenze liegen.[9]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] attributiv: energiearme Elektronen, Strahlung; energiearmer Elektronenstrahl, Stoff; energiearmes Futter, Lebensmittel
[2] attributiv: energiearme Region; energiearmer Haushalt, Staat; energiearmes Land

Wortfamilie:

Substantiv: Energiearmut

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „energiearm
[*] canoo.net „energiearm
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „energiearm
[*] The Free Dictionary „energiearm
[1, 2] Duden online „energiearm

Quellen:

  1. canoo.net – Wortbildung „energiearm
  2. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 20. Dezember 2006. Amtsblatt der Europäischen Union, 18. Januar 2007, abgerufen am 4. August 2018.
  3. Sina Kim Schmal: Involvement mit Produkteigenschaften. Marke und EU-Energielabel als involvementauslösende Eigenschaften von Fernsehgeräten. Springer, 2016, ISBN 9783658144890, Seite 27 (zitiert nach Google Books).
  4. Adenosindiphosphat. www.chemie.de, abgerufen am 4. August 2018.
  5. Energiearme Elektronen können DNA schädigen. ORF.at, abgerufen am 4. August 2018.
  6. Nico Stehr: Das Hartwell-Papier. Eine Neuausrichtung der Klimapolitik an der Menschenwürde. Springer, 2014, ISBN 9783658074609, Seite 22 (zitiert nach Google Books).
  7. Harry Lehmann, Torsten Reetz: Zukunftsenergien. Strategien einer neuen Energiepolitik. Springer, 2013, ISBN 9783034856539, Seite 31 (zitiert nach Google Books).
  8. Charlotte Meyer: Energiearm im reichen Deutschland – über ein komplexes Problem der Energiewende. UNI.DE GmbH, 12. August 2015, abgerufen am 4. August 2018.
  9. Bernhard Gill, Stefan Böschen, Cordula Kropp, Katrin Vogel (Herausgeber): Klima von unten. Regionale Governance und gesellschaftlicher Wandel. Campus Verlag, 2014, ISBN 9783593500935, Seite 194 (zitiert nach Google Books).