derfangen

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

derfangen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich derfange
du derfangst
er, sie, es derfangt
Präteritum ich (derfing)
Konjunktiv II ich (derfinge)
Imperativ Singular derfange!
derfang!
Plural derfangt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
derfangen haben
Keine weiteren Formen

Alternative Schreibweisen:

bairisch: derfanga, dafanga

Worttrennung:

der·fan·gen, Partizip II: der·fan·gen

Aussprache:

IPA: westmittelbairisch: [dɐˈfaŋɐ]
Hörbeispiele: westmittelbairisch: Lautsprecherbild derfangen (Info)

Bedeutungen:

[1] bairisch: sich fangen, sich erholen, sich beruhigen

Herkunft:

[1] aus der Vorsilbe der- und dem Verb fangen.

Synonyme:

[1] sich fangen, sich erholen, sich beruhigen, derrappeln

Beispiele:

[1] „»Des net. Oba wissen tat i holt gern, ob sie sich derfangt hat.« Die Schwester sah in die offene Tür hinter sich und schloß sie dann vorsichtig. »Naa«, sagte sie leise, »die derfangt sich net mehr.«“[1]
[1] „Doch 's Everl, die hat sie glei wieder dafangt.“[2]
[1] „Der Joche kann sich kaum derfanga, so is der Schuß nach hint losganga.“[3]
[1] „Aber wir haben uns Gott sei Dank gleich wieder derfangen, wie man in Bayern sagt.“[4]
[1] „Na — im letzten Moment hab’ ich mich noch derfangen, …“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern. 2. Auflage. Heinrich Hugendubel Verlag, München 1998, ISBN 3-88034-983-5, Seite 85
[1] Leopold Ziller: Was nicht im Duden steht. Ein Salzburger Mundart-Wörterbuch. 1. Auflage. Selbstverlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1979, Seite 46

Quellen:

  1. Erich August Mayer: Der Knecht. Wiener Verlagsgesellschaft, Wien 1943, ISBN 3954182920, Seite 56
  2. Carl Borro Schwerla: Der Adam und das Everl. Verlag Heinrich Hugendubel, München 1978, ISBN 3-88034-025-0, Seite 54
  3. Michl Ehbauer: Baierische Weltgschicht. Januar 1984 Auflage. Süddeutscher Verlag, München 1984, ISBN 3-7991-5807-3, Seite 268
  4. Otto Walterspiel: Ein offenes Haus. Meine Kindheit im Hotel Vier Jahreszeiten. Bastei Lübbe, Köln 2012, ISBN 3838719875
  5. Stefan Zweig: Gesammelte Werke. 2. Auflage. Null Papier Verlag, 2013, ISBN 3954182920

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: erfangend, fangender, fragenden