bewirtschaften
Erscheinungsbild
bewirtschaften (Deutsch)
[Bearbeiten]| Person | Wortform | |||
|---|---|---|---|---|
| Präsens | ich | bewirtschafte | ||
| du | bewirtschaftest | |||
| er, sie, es | bewirtschaftet | |||
| Präteritum | ich | bewirtschaftete | ||
| Konjunktiv II | ich | bewirtschaftete | ||
| Imperativ | Singular | bewirtschaft! bewirtschafte! | ||
| Plural | bewirtschaftet! | |||
| Perfekt | Partizip II | Hilfsverb | ||
| bewirtschaftet | haben | |||
Alle weiteren Formen: Flexion:bewirtschaften | ||||
Worttrennung:
- be·wirt·schaf·ten, Präteritum: be·wirt·schaf·te·te, Partizip II: be·wirt·schaf·tet
Aussprache:
- IPA: [bəˈvɪʁtʃaftn̩]
- Hörbeispiele:
bewirtschaften (Info)
Bedeutungen:
- [1] eine Lokalität, zum Beispiel einen Hof oder auch Gasthof, wirtschaftlich nutzen, dort (unternehmerisch) tätig sein
- [2] Boden landwirtschaftlich nutzen
- [3] Güter durch eine staatliche Stelle gelenkt zuteilen
Herkunft:
- Derivation (Ableitung) zum Verb wirtschaften mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) be-[1]
Sinnverwandte Wörter:
- [1] betreiben, unterhalten
- [2] Land bestellen
- [3] Planwirtschaft betreiben
Gegenwörter:
- [1] niederlegen
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [1] „Vergleichende Untersuchungen an Hand zweier nahe gelegener Intensivgemüsebaubetriebe des pannonischen Klimaraumes, welche seit neun Jahren (1972–1981) biologisch-dynamisch bzw. konventionell bewirtschaftet worden waren.“[2]
- [1] „Seitdem bewirtschaften die neuen Pächter Angelika und Willi Philipps das inzwischen unter dem Namen „Zum Krähennest“ bekannte Lokal und sind auch für Veranstaltungen in der historischen Turnhalle zuständig.“[3]
- [1] „Aber das meiste Wasser, das zapfen in Deutschland gar nicht die Privathaushalte und Unternehmen ab, die am Leitungsnetz hängen, sondern Energiebranche, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft, die eigene Brunnen bewirtschaften, sagt der Ökonom Georg Müller-Fürstenberger.“[4]
- [2] „Jedes Jahr, wenn die Zeit zur Aussaat und zum Bewirtschaften der Felder gekommen ist, leihen sie Korn und Reis.“[5]
- [3] „Diese Verordnung hatte den Zweck, den ungeregelten Abfluß von Devisen aus der deutschen Wirtschaft zu verhüten und die vorhandenen und anfallenden Devisen zweckmäßig zu bewirtschaften.“[6]
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] einen Hof, ein Gut bewirtschaften, eine Gaststätte, ein Ausflugslokal, eine Hütte bewirtschaften
- [2] ein Feld bewirtschaften
- [1] Devisen bewirtschaften
Wortbildungen:
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] eine Lokalität wirtschaftlich nutzen, dort (unternehmerisch) tätig sein
[2] Boden landwirtschaftlich nutzen
|
[3] Güter durch eine staatliche Stelle gelenkt zuteilen
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bewirtschaften“
- [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „bewirtschaften“
- [1] The Free Dictionary „bewirtschaften“
- [1–3] Duden online „bewirtschaften“
Quellen:
- ↑ Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bewirtschaften“
- ↑ Bodenbewirtschaftung, Düngung und Rekultivierung, Franz Schinner, Renate Sonnleitner. Abgerufen am 16. März 2017.
- ↑ Grünwinkel: Gutshof, Gemeinde, Stadtteil, Friedrich Brockmeier. Abgerufen am 16. März 2017.
- ↑ Sandra Pfister, Jule Reimer: Klimawandel – Warum Wasser keine Ware ist. In: Deutschlandradio. 2026-07-31 (Deutschlandfunk/Köln, Sendereihe: Crashkurs - Wirtschaft trifft Geschichte, nur Audio, ab 23:36 mm:ss, URL, abgerufen am 1. August 2026).
- ↑ Das songzeitliche Quanzhou im Spannungsfeld, Angela Schottenhammer. Abgerufen am 16. März 2017.
- ↑ 50 Jahre materielle Versicherungsaufsicht, Walter Rohrbeck. Abgerufen am 16. März 2017.