anrußen

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anrußen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich ruße an
du rußt an
er, sie, es rußt an
Präteritum ich rußte an
Konjunktiv II ich rußte an
Imperativ Singular ruß an!
ruße an!
Plural rußt an!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
angerußt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:anrußen

Alternative Schreibweisen:

Schweiz und Liechtenstein: anrussen

Worttrennung:

an·ru·ßen, Präteritum: ruß·te an, Partizip II: an·ge·rußt

Aussprache:

IPA: [ˈanˌʁuːsn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild anrußen (Info)

Bedeutungen:

[1] transitiv: Brennbares ansengen, durch Ruß schwarz machen

Herkunft:

Derivation (Ableitung) vom Verb rußen mit dem Präfix an-

Oberbegriffe:

[1] schwärzen, verschmutzen

Beispiele:

[1] Vermutlich durch die zu geringe Sauerstoffzufuhr ging das Feuer wieder von alleine aus und die meisten der Schriftstücke im Inneren wurden nur leicht angerußt.[1]
[1] Hierbei wird eine erhitzte Kupferplatte mit einer Mischung aus Wachs und Asphalt bestrichen und mit einer Wachsfackel angerußt.[2]
[1] Die Decke über den Gasflammen war schwarz angerußt.[3]
[1] Die »feinen Hände« (auch die Gesichter) wird man sich »anrußen«, wir haben es schon gehört, keineswegs aber nur, um einen geringeren sozialen Stand vorzutäuschen, sondern auch, um die Identifizierung zu erschweren.[4]
[1] Die Holzspäne hält man mit den Spitzen kurz ins geweihte Osterfeuer, damit sie anrußen. Erst dadurch werden die kleinen Holzscheiter zu Weihscheitln.[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine Glasscheibe anrußen

Wortbildungen:

Konversionen: angerußt, Anrußen, anrußend

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „anrußen
[1] The Free Dictionary „anrußen
[1] Duden online „anrußen

Quellen:

  1. Auf Streife. In: Main Post. 3. Dezember 2006 (Online, abgerufen am 3. März 2021).
  2. Zeitreisen am Greiner Stadtplatz - Im Fundus. www.im-fundus.at, 14. Februar 2021, abgerufen am 3. März 2021.
  3. Émile Zola: Der Totschläger. In: Projekt Gutenberg-DE. Kurt Wolff Verlag, 1923, Kapitel 11 (URL, abgerufen am 3. März 2021).
  4. Wolfgang Johannes Bekh: Mühlhiasl: Der Seher des Bayerischen Waldes. BUCH&media, 2015, ISBN 9783869068145, Seite 88 (zitiert nach Google Books, abgerufen am 3. März 2021).
  5. Geweihte Gehölze. www.dioezese-linz.at, abgerufen am 3. März 2021.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: anrufen