after-

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after-, After- (Deutsch)[Bearbeiten]

Gebundenes Lexem[Bearbeiten]

Worttrennung:

af·ter-

Aussprache:

IPA: [ˈaftɐ]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Gebundenes Lexem mit der Bedeutung danach, später
[2] Gebundenes Lexem mit der Bedeutung unecht beschaffen oder schlechter beschaffen

Herkunft:

mittelhochdeutsch „after“, althochdeutsch „after“ „danach, später“. Das früher selbständige Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt,[1] Bedeutung [2] ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[Quellen fehlen] Das gebundene Lexem „after-“ ist heute unproduktiv, das heißt, es werden keine neuen Wörter mit ihm gebildet, es ist aber in den bekannten Wörtern eindeutig segmentierbar. Einige der betreffenden Ausdrücke sind noch bei Goethe und Schiller belegt, einzelne sind auch in den neuesten Wörterbüchern noch verzeichnet.

Sinnverwandte Wörter:

[1] nach-
[2] irr-, pseudo-

Beispiele:

[1] after- kommt als gebundenes Lexem in etlichen veralteten Wörtern vor, zum Beispiel in Afteranwalt, womit ein Anwalt bezeichnet wird, den ein anderer Anwalt statt seiner selbst bestellt.
[2] after- kommt als gebundenes Lexem in etlichen veralteten Wörtern vor, zum Beispiel in Afterrede, womit die schlechte Rede, die Schmährede bezeichnet wird.

Wortbildungen:

[1] Afteranwalt, Afterbelehnung, Afterbürge, Afterbürgschaft, Afterdarm, Aftererbe, Aftergeburt, Afterkind, Afterlehn, Aftermieter, Aftermontag, Aftersabbat, Aftersonntag
[2] Afterblatt, Afterblitz, Afterehre, Afterflügel, Afterglaube, Afterglück, Aftergröße, Afterholz, Afterhorn, Afterkegel, Afterkönig (Afterkönigin), Afterkorn, Afterkugel, Afterleder, Aftermehl, Aftermuse, Afterrede, afterreden, Afterpapst, Afterphilosophie, Aftersprache, Afterstück, Afterweiser, Afterwelt, Afterwissenschaft

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Nabil Osman: Kleines Lexikon untergegangener Wörter oder von Afterkind bis Zungenheld. 15., unveränderte Auflage. C.H. Beck oHG, München 2004, ISBN 3-406-51123-6 (limitierte Sonderausgabe), Stichwort: Afterwelt.
[1] Friedrich Ludwig Karl Weigand: Deutsches Wörterbuch. Dritte, verbesserte und vermehrte Auflage. Ricker'sche Buchhandlung, Gießen 1878, Stichwort: after.
[1, 2] Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon bei Zeno.org
[1, 2] Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart bei Zeno.org

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „After“.