abse

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abse (Prußisch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Botanik: Espe (Populus tremula)
[2] Botanik: Esche

Herkunft:

Erbwort aus dem baltoslawischen *aps-, das sich seinerseits auf das indogermanische *aps-eh₂- zurückführen lässt; etymologisch verwandt mit litauisch epušė → lt, epušis → lt, apušė → lt, apušis → lt und lettisch apse → lv sowie tschechisch (veraltet) osa → cs, polnisch (veraltet) osa → pl, obersorbisch wosa → hsb und niedersorbisch wósa → dsb, zudem urverwandt mit althochdeutsch aspa → goh und altnordisch ǫsp → non[1]

Beispiele:

[1] „Espe Abse“ (Elbinger Vokabular 606)[2][3]
[2]

Wortbildungen:

Absmedic, Abschwangen (Espenwald), Dörfer im Kreis Preußisch Eylau

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Georg Heinrich Ferdinand Nesselmann: Thesaurus linguae prussicae. Der preussische Vocabelvorrath soweit derselbe bis jetzt ermittelt worden ist, nebst Zugabe einer Sammlung urkundlich beglaubigter Localnamen. Harrwitz & Gossmann, Berlin 1873 (Internet Archive), Seite 1.
[1] Reinhold Trautmann: Die altpreussischen Sprachdenkmäler. Einleitung, Texte, Grammatik, Wörterbuch. Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen 1910 (Internet Archive), Seite 295.
[2] Erich Berneker: Die preussische Sprache. Texte, Grammatik, Etymologisches Wörterbuch. Karl J. Trübner, Strassburg 1896 (Internet Archive), Seite 278.
[2] Kilian, Lothar: Zu Herkunft und Sprache der Prußen Wörterbuch Deutsch-Prußisch, Bonn 1980, S. 115.

Quellen:

  1. Rick Derksen: Etymological Dictionary of the Baltic Inherited Lexicon. 1. Auflage. Brill, Leiden, Boston 2015, ISBN 978-90-04-27898-1 (Band 13 der Leiden Indo-European Etymological Dictionary Series), „epušė“ Seite 154.
  2. Erich Berneker: Die preussische Sprache. Texte, Grammatik, Etymologisches Wörterbuch. Karl J. Trübner, Strassburg 1896 (Internet Archive), Seite 242.
  3. Reinhold Trautmann: Die altpreussischen Sprachdenkmäler. Einleitung, Texte, Grammatik, Wörterbuch. Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen 1910 (Internet Archive), Seite 91.