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abohōn

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Person Präsens Präteritum
Indikativ ih abohōm abohōta
abohōs abohōtōs
ër, , abohōt abohōta
wir abohōmēs abohōtum
ir abohōt abohōtut
sie, sio, siu abohōnt abohōtun
Konjunktiv
(Optativ)
ih aboho
abohōe
abohōti
abohōs
abohōes
abohōtīs
ër, , aboho
abohōe
abohōti
wir abohōmēs
abohōemēs
abohōtīm
ir abohōt
abohōet
abohōtīt
sie, sio, siu abohōn
abohōen
abohōtīn
Imperativ aboho
ir abohōt
Partizip abohōnti giabohōt

Anmerkung zum Dialekt:

Die Form abohōn findet sich in den rhein-, südrhein-, ostfränkischen Dialekten des Althochdeutschen. Im Alemannischen, Bairischen und Langobardischen wird daneben die Form apohōn verwendet. Im Mittelfränkischen wird stattdessen die Form avohōn verwendet.

Alternative Schreibweisen:

standardisiert: abuhōn

Nebenformen:

apohōn (alemannisch, bairisch, langobardisch)
avohōn (mittelfränkisch)

Worttrennung:

a·bo·hōn, Präteritum: a·bo·hō·ta

Aussprache:

IPA: [ˈɑbɔ̽hoːn] (rhein-, südrhein-, ostfränkisch); [ˈɑb̥ɔ̽hoːn] (alemannisch, bairisch, langobardisch)

Bedeutungen:

[1] sich abwenden von, etwas ablehnen
[2] jemanden aufreizen
[3] etwas missdeuten, verdrehen

Herkunft:

Ableitung vom Adjektiv abuh (falsch, verkehrt) oder vom Substantiv abuh (Schandtat) mittels Suffigierung -ōn zur Bildung von denominativen oder faktitiven Verben. Das o der Mittelsilbe ist durch Vokalharmonie entstanden.

Beispiele:

[1]

Übersetzungen

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[1–3] Elisabeth Karg-Gasterstädt und Theodor Frings (Herausgeber): Althochdeutsches Wörterbuch. Auf Grund der von Elias v. Steinmeyer hinterlassenen Sammlungen im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Leipzig 1952-2015ff. (abohôn)
[1–3] Albert Larry Lloyd, Otto Springer, Rosemarie Lühr (Herausgeber): Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1988ff. (abohôn)
[1–3] Dr. Gerhard Köbler: wikilingabohōn