aberwitzig

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aberwitzig (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
aberwitzig aberwitziger am aberwitzigsten
Alle weiteren Formen: Flexion:aberwitzig

Worttrennung:
aber·wit·zig, Komparativ: aber·wit·zi·ger, Superlativ: am aber·wit·zigs·ten

Aussprache:
IPA: [ˈaːbɐˌvɪt͡sɪç], [ˈaːbɐˌvɪt͡sɪk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild aberwitzig (Info)

Bedeutungen:
[1] gehoben: völlig unsinnig

Herkunft:
von mittelhochdeutsch aberwitze → gmhUnverstand, Wahnsinn“, einer Zusammensetzung aus mittelhochdeutsch aber → gmh „das Gegenteil des Grundwortes ausdrückend, verkehrt“ und witze → gmhWissen, Verstand, Einsicht[1]
Wortbildungsanalyse: Derivation (Ableitung) des Substantivs Aberwitz mit dem Präfix -ig

Sinnverwandte Wörter:
[1] irrsinnig, unsinnig

Beispiele:
[1] „…aber jetzt hältst Du mich gewiß für einen aberwitzigen Geisterseher.“[2]
[1] „Das zwischen Schwank- und Predigerton, derber Mundart, Volkslied und humanistischer Bildung eigentümlich pendelnde, vor allem zupackend realistisch und farbig erzählte Konvolut aberwitzigster Episoden gehört in die Kategorie der Schelmenromane und zählt zu seinen Vorläufern berühmte Werke wie die »La vraye histoire comique de Francion« (1623/33) von Charles Sorel und die Rittergroteske »Don Quijote« (1605/15) des Spaniers Cervantes.“[3]

Wortbildungen:
Aberwitzigkeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „aberwitzig
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „aberwitzig
[1] canoonet „aberwitzig
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonaberwitzig
[1] The Free Dictionary „aberwitzig
[1] Duden online „aberwitzig

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 6. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003, ISBN 3-423-32511-9, Seite 4, 1576.
  2. E.T.A. Hoffmann → WP: Der Sandmann. In: Projekt Gutenberg-DE. Nathanael an Lothar (URL).
  3. Mathias Schreiber → WP: Würfelspiel vor der Schlacht. Literatur. In: DER SPIEGEL. Nummer 32/2009, 3. August 2009, ISSN 0038-7452, Seite 112-114 (Zitat Seite 113, DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 26. Dezember 2013).