aberratio ictus

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aberratio ictus (Deutsch)[Bearbeiten]

Wortverbindung, Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die aberratio ictus die aberrationes ictus
Genitiv der aberratio ictus der aberrationes ictus
Dativ der aberratio ictus den aberrationes ictus
Akkusativ die aberratio ictus die aberrationes ictus

Anmerkung zum Plural:

Der Plural ist vollkommen ungebräuchlich.

Worttrennung:

ab·er·ra·tio ic·tus, Plural: ab·er·ra·tio·nes ic·tus

Aussprache:

IPA: [apɛˈʀaːtsjo ɪkˈtuːs], Plural: [apˌɛʀaˈtsjoːnəs ɪkˈtuːs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild aberratio ictus (Info), Plural:

Bedeutungen:

[1] Strafrecht: das Fehlgehen einer Tat in der Form, dass statt des anvisierten Tatobjekts ein anderes getroffen wird, dessen Verletzung vom Vorsatz des Täters nicht umfasst war

Herkunft:

Die Verbindung aberratio ictus entstammt dem Lateinischen: aberratio → la steht für ‚Ablenkung‘ und ‚Abirren‘,[1] ictus → la ist der Schlag oder der Stoß.[2] ictus steht in dieser Wendung im Genitiv, so dass sich die Übersetzung ‚Abirren des Schlages‘ ergibt.

Synonyme:

[1] Fehlgehen der Tat

Beispiele:

[1] „Als Fälle der aberratio ictus bezeichnet man Sachverhalte, bei denen der Angriff auf ein bestimmtes Tatobjekt gelenkt wird, dieses jedoch nicht trifft, sondern abirrt und ein anderes Objekt verletzt, in bezug auf das der Angriffsführende die Voraussetzungen vorsätzlichen tatbestandsmäßigen Verhaltens nicht erfüllt.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Aberratio ictus
[1] Johannes Wessels/Werner Beulke: Strafrecht Allgemeiner Teil, 38. Auflage, 2008, Seite 89ff.

Quellen:

  1. Josef Maria Stowasser, Michael Petschenig, Franz Skutsch: Stowasser. Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch. Oldenbourg, München 1994, ISBN 3-486-13405-1, „aberratio“, Seite 2
  2. Josef Maria Stowasser, Michael Petschenig, Franz Skutsch: Stowasser. Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch. Oldenbourg, München 1994, ISBN 3-486-13405-1, „ictus“, Seite 242
  3. Georg Freund: Strafrecht – Allgemeiner Teil, 1998, Seite 244