Wolfsfell

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Wolfsfell (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Wolfsfell

die Wolfsfelle

Genitiv des Wolfsfelles
des Wolfsfells

der Wolfsfelle

Dativ dem Wolfsfell
dem Wolfsfelle

den Wolfsfellen

Akkusativ das Wolfsfell

die Wolfsfelle

[1] Wolfsfell

Worttrennung:

Wolfs·fell, Plural: Wolfs·fel·le

Aussprache:

IPA: [ˈvɔlfsˌfɛl]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] (abgezogenes) Fell eines Wolfs

Herkunft:

[1] Determinativkompositum aus den Substantiven Wolf und Fell sowie dem Fugenelement -s

Oberbegriffe:

[1] Tierfell, Fell

Beispiele:

[1] „Wer an der Wand seines Hauses ein Wolfsfell hängen hatte, galt als mutiger Mann, und Mut war in diesem Dorf eine Seltenheit, die daher von den Männern gerne zur Schau gestellt wurde.“[1]
[1] „In der Fabel ‚Der Löwe, der Wolf und der Fuchs‘ schwärzt der Wolf, ‚des Königs Dank sich zu gewinnen‘, den abwesenden Nebenbuhler, den Fuchs, an. Dieser — vorgeführt — stimmt in listiger Rede Seine Majestät um: Die Wärme des Wolfsfells preist er als unfehlbares Heilmittel dem siechen, verlebten, vom Alter geplagten König an, der den Wolf töten läßt.“[2]
[1] „Vier Wolfsfelle hatte ich auf dem Fußboden meines Hauses liegen. Sie waren schon ganz abgenutzt von dem vielen Drauftreten, aber es waren Wolfsfelle.“[3]
[1] „Den Reitern war es ein Leichtes, von oben Schläge auszuführen, die gut trafen; von beiden Seiten aus dem Walde kamen immer neue Scharen der wilden Krieger in Wolfsfellen, mit raubtierartigen Gelüsten nach Rache und Blut lechzend, hervor.“[4]

Wortbildungen:

Wolfsfellmütze

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wolfsfell
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalWolfsfell
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Wolfsfell

Quellen:

  1. Rafik Schami: Das Schaf im Wolfspelz. Märchen & Fabeln. DTV, München 1989, ISBN 978-3423110266, Seite 34
  2. Heinz Kathe: Der „Sonnenkönig“. Ludwig XIV., König von Frankreich, und seine Zeit 1638–1715. Akademie-Verlag, Berlin 1981, Seite 111
  3. Ernest Hemingway: Wem die Stunde schlägt. G.B.Fischer, Berlin/Frankfurt am Main 1954, Seite 54
  4. Henryk Sienkiewicz: Die Kreuzritter. Salzwasser-Verlag, Paderborn 2012, ISBN 978-3846003275, Seite 517