Verzeichnis Diskussion:Deutsch/Verben mit Genitiv

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leben[Bearbeiten]

Bei www.dwds.de/wb/leben ist "einer Sache leben" mit Dativ, die Referenz war also falsch. www.woerterbuchnetz.de/Adelung?lemma=leben bzw. www.zeno.org/Adelung-1793/A/Leben hat aber auch eine Fügung mit Genitiv. "lebte des Glaubens" und "lebte des Vertrauens" ist mit Genitiv gefügt und kann oft genug gefunden werden. Bei "lebte der Hoffnung", "lebte der Zuversicht", "lebte der Gewißheit", "lebte der Erwartung" ist der Kasus nicht ersichtlich. Die Erklärung mit Dativ von DWDS ergäbe Formulierungen wie "lebte für die Erwartung", "widmente der Erwartung sein Leben", "war für die Erwartung da", was wenig Sinn ergibt. Adelungs Erklärung mit Genitiv ist da passender und sinniger. -Sperans y (Diskussion) 00:26, 17. Jan. 2017 (MEZ)

  • ist aufgenommen

*bedenken[Bearbeiten]

wieso hat bedenken einen Genitiv? Ist das noch aktuell? Wir sagen: bedenke die Kosten, ncht bedenke der Kosten, oder? mlg Susann Schweden (Diskussion) 17:08, 11. Mär. 2018 (MEZ)

Scheint's eine altertümliche Form:
„bedenke der Folgen“ (Elke Witzleben: Der Weg zum Ich. epubli, 2011, Seite 17 (Zitiert nach Google Books))
„Bedenke des Endes“ (Kirchenbuch zu Gröben 20. Dezember 1757) Gruß, Peter -- 18:10, 11. Mär. 2018 (MEZ)
  • ist aufgenommen

*brauchen[Bearbeiten]

wo folgt brauchen ein Genitiv? mlg Susann Schweden (Diskussion) 17:12, 11. Mär. 2018 (MEZ)

Scheint's früher: „Ich brauche der (von den) Dinge mehr …“ (Joseph Alois Ditscheiner: Grammatisch-orthographisch-stilistisches Handwörterbuch der deutschen Sprache. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Karl Woigt jun, Weimar 1870, Seite 412 (Zitiert nach Google Books)) Gruß, Peter -- 17:46, 11. Mär. 2018 (MEZ)
  • ist aufgenommen

*entsetzen (sich einer Sache entsetzen)[Bearbeiten]

auch entsetzen muss vor sehr langer Zeit mal die Möglichkeit gehabt haben, einen Genitiv zu führen. Nötig wären Beispiele, im Artikel dazu. Heut ist es nicht mehr nachzuvollziehen. mlg Susann Schweden (Diskussion) 17:40, 11. Mär. 2018 (MEZ)

das ist wirklich alt, im Sinne von entledigen -> sich des Feindes entsetzen, -> aufgenommen Susann Schweden (Diskussion) 13:47, 12. Mär. 2018 (MEZ)

*verbleichen[Bearbeiten]

bitte Beispiele mlg Susann Schweden (Diskussion) 17:46, 11. Mär. 2018 (MEZ)

*berichten[Bearbeiten]

Beispielsuche Susann Schweden (Diskussion) 12:30, 12. Mär. 2018 (MEZ)


Mögliche Ergänzungen[Bearbeiten]

vlt. ergänzbar:

mögliche Kombinationen:

nbb. mögliche Adjektive:

-80.133.98.137 01:16, 12. Mär. 2018 (MEZ)

schön! wir können ja die ganzen einzeln mit Beispielformulierungen versehen und dem Kennzeichen veraltet und sie dann in das Verzeichnis übernehmen. Oder besser als Extrablock? Da fängt dann aber wieder die Diskussion an, in welchen Block ein Verb soll :) Ich habe jetzt 'berichten' erst einmal rausgenommen nach oben zu den einzelnen, weil du das als voll zugehörig siehst. mlg Susann Schweden (Diskussion) 12:30, 12. Mär. 2018 (MEZ)

entschlagen[Bearbeiten]

Sich einer Sache entschlagen. (Oder ist das Dativ?) (vorstehender nicht signierter Diskussions-Beitrag stammt von 87.185.226.88DiskussionBeiträge ° --12:29, 26. Mai 2019‎ (MESZ))

entraten[Bearbeiten]

Einer Sache entraten. Oder ist das Dativ? (vorstehender nicht signierter Diskussions-Beitrag stammt von 87.185.226.88DiskussionBeiträge ° --12:29, 26. Mai 2019‎ (MESZ))

weitere Ergänzungen[Bearbeiten]

  • achten: wer achtet seiner (Möricke)
  • denken: dachte der Zeit (Luther)
  • sich entsinnen
  • erwähnen: erwähnte des großen Gartens (Th.Mann), bei Fontane: Erwähnung tun
  • freuen: freut euch des Lebens
  • genießen: des Glückes, des Reichtums (Wieland)
  • gewahr werden
  • gewohnt sein
  • hüten: hüteten der Schafe (Luther)
  • sich kümmern
  • sparen: spare der Worte (Lessing)
  • sich unterfangen
  • vergessen
  • sich vergewissern
  • sich vermessen
  • verschmähen: weil ich deinesWeines verschmähte (Kleist)
  • warten: wartete des Kranken
  • sich wehren
  • zweifeln

--Automobilia8545 (Diskussion) 08:35, 26. Aug. 2020 (MESZ)

Ursprung und Bedeutung des Genitiv-Objektes[Bearbeiten]

Ich glaube, daß die Verben mit Genitiv-Objekt ein Beweis dafür sind, daß sowohl der Instrumental (Frage: womit?) wie auch der Ablativ (Frage: Woher?) des Indogermanischen im Deutschen im Genitiv aufgegangen sind:

Zunächst fällt auf, daß die lateinischen Verben, die den Ablativ regieren (uti = gebrauchen, frui = genießen, fungi = (ver)walten, vesci = sich kleiden, niti = sich stützen, potiri = sich bemächtigen) im Deutschen (außer niti) alle den Genitiv regieren.

Die Verben mit Genitiv-Attribut kennzeichnen

  • (separativisch) ein Sich-trennen oder Getrennt-Sein von etwas: entheben, entbehren, entäußern,vergessen...
  • und das Gegenteil: sich etwas aneignen: sich (einer Sache) annehmen, bemächtigen, besinnen, erinnern,..
  • etwas (gedanklich) gewohnt sein, ständig tun (und damit angeeignet haben): warten, pflegen, denken, hüten, sich kümmern
  • (be)urteilen ( = trennen wollen?): anklagen, überführen, zeihen, achten, beschuldigen, vermessen
  • instrumental (=womit?): (ge)brauchen, sich bedienen, sich freuen, genießen, sterben.

--Automobilia8545 (Diskussion) 08:56, 26. Aug. 2020 (MESZ)