Verzeichnis:Deutsch/Riograndenser Hunsrückisch

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Riograndenser Hunsrückisch ist eine in Südbrasilien weitverbreitete Minderheitensprache der deutschen Einwanderer. Sie ist eine Variante des in Teilen des Hunsrücks (um Morbach, Idar-Oberstein, Rheinböllen, Simmern und Kastellaun) gesprochenen Hunsrückischen Dialekts.

Siehe auch: Wikipedia-Artikel „Riograndenser Hunsrückisch

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Index:  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  Ä  Ö  Ü

A[Bearbeiten]

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Aibi m. (Pomerode)

(indio „aipim“) BOT Maniok.
auch Maniok, Manjok oder Manhok

Aipi m. (Santa Catarina)

(indio „aipim“) BOT Manioka (landwirtschaftlich genutzter Maniok). Ich habe in der Früh das Vieh versorgt und bin gleich in die Roça* capienen*. Mein Mann hat den Mato* gefoiçt*, denn wir wollen viel Aipi pflanzen...: am frühen Morgen habe ich das Vieh versorgt und bin gleich auf unser Land jäten gegangen, mein Mann hat das Unterholz weggehackt, denn wir wollen viel Manioka pflanzen...

alles gut? oder alles Gute? interrog. (Süd-Brasilien)

(wortwörtl. Übersetz. aus dem bras. Port. „tudo bem?“) Wie geht's?

alles blau? interrog. (Süd-Brasilien)

(ebenfalls wortwörtl. Übersetz. aus dem bras. Port. „tudo azul?“) Alles in Ordnung?
(Hat nichts mit Betrinken zu tun!)

Aviong subst. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. „avião“) Flugzeug.

Beginn – A

B[Bearbeiten]

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Balaie f. (Santa Catarina)

(port. „balaio“, „baléi“, „balaî“) Kleine Balaie: Papierkorb.
(Das standarddeutsche Wort Papierkorb existiert in den brasilianischen Dialekten nicht. Würde man zu einem Korbflechter gehen und nach einem Papierkorb fragen, würde dieser erstaunt entgegnen, dass diese nicht lange halten würden und dass man hier Körbe aus Weidenruten mache. Die Dialekte spiegeln das Leben wider und ändern sich mit ihm; Wörter der alten Heimat verlieren ihre Bedeutung. Wie soll ein Kind in einem Land, in dem es nichts Derartiges gibt, wissen, was Briefträger oder Straßenbahn heißt?)
auch Korb oder Korreb

Barranke f. (Santa Catarina)

(bras. Port. „barranca“) Abhang. Man hatte keine richtigen Öfen, um aus Maismehl und Carafrüchten Brot zu backen, so machte man eine tiefe Öffnung in die Barranke und oben einen Abzug, und wenn man vorher tüchtig Wald* geschlagen hatte, so schmeckte so ein Brot schon richtig!
auch Barrangge

Barrankenhucker m. (Santa Catarina)

(bras. Port. „barranca“) Abwertende Bezeichnung für die indigene Bevölkerung Brasiliens. (s. Kabokler, Rappelschwanz, Blauer.)

bass adv. u. adj. (Santa Catarina)

1. adv. Sehr, ungemein. Bass erstaunt, verwundert, befremdet, gekränkt sein. Bass erschrecken; sich bass wundern, freuen. Der bass erstaunte Zeuge. 2. adj. [selten] Stark, groß. In basse Verwunderung aber fielen die Leute[...]. 3. adv. Besser. Er tat sich bass hervor.

Bast subst. (Pomerode)

(bras. Port. „pasto“) Weide.
auch Past oder Paste

Bischo subst. (Santa Catarina)

(bras. Port. „bicho“) Jedwedes Tier; Viech(er).
(Im brasilianischen Portugiesisch bezeichnet das Wort bicho IPA : so ziemlich jedes Tier, vom Sandfloh über Schlange zum Bandwurm.)
auch Bisch

Bischopulver s. (Santa Catarina)

(bras. Port. „bicho“) Insektenpulver.

Blauer m. (Santa Catarina)

Abwertende Bezeichnung für einen ganz dunkelhäutigen afrikanischstämmigen Brasilianer. (s. Kabokler, Barrankenhucker, Rappelschwanz.)

botschen v. (Santa Catarina)

(ital. „boccia“) Boccia spielen. Wir gehen botschen.
(Boccia „Kugel“ ist ein ital. Rasenspiel, bei dem eine Kugel mit anderen Kugeln getroffen werden muss. Dieses Spiel ist auch in Deutschland bekannt und manchenorts wird das Wort synonym zum französischen Boules verwendet. Siehe auch Bootschen.)

Brasilioonisch (selten: Brasiliaanisch) subst. (Süd-Brasilien)

die Portugiesische Sprache Brasiliens; auch Staatsbürger Brasiliens ...

brigen v. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. brigar „streiten, kämpfen“) Kämpfen, balgen, raufen; kabbeln. Die Gurien* brigen in dem Potrier*.
auch zänge

Beginn – B

C[Bearbeiten]

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Cachaça subst. (Santa Catarina)

(Brasilianismus) Zuckerrohrschnaps. Nach dem Botschen* gehen wir in die Wende*, trinken Cachaça und essen einen Churrasco*, und wenn gerade Domingueira* ist, tanzen wir.
auch "Kaschass; oft damit: Schluck

Canecachen subst. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. „caneca“ und des dt. Dimin. –chen.) Kleiner Bierkrug; Gläschen Bier vom Fass; Bierchen vom Fass.
auch Kanekache / Kanekachje und Kanekche / Kaneckchje

capienen v. (Santa Catarina)

(bras. Port. „capim“) Jäten. Ich habe in der Früh das Vieh versorgt und bin gleich in die Roça* capienen*. Mein Mann hat den Mato* gefoiçt*, denn wir wollen viel Aipi* pflanzen...
(Capim bedeutet in Brasilien „Gras, Unkraut“)
meistens benutz sin "hacke oder hagge; kapiniere

chegen v. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. „chegar“) Redew. Es chegt!: es reicht!, das genügt!, das langt aber!
auch schege", das schegt, das reicht und das ist genuch

Chimia s. (Süd-Brasilien)

Brotmarmelade.
(Chimia, auch var. Schmia und Schmier, gebildet aus dem deutschen „schmieren“)

Churrasco subst. (Santa Catarina)

(Brasilianismus) Spiessbraten, gegrilltes Fleisch. Nach dem Botschen* gehen wir in die Wende*, trinken Cachaça* und essen einen Churrasco, und wenn gerade Domingueira* ist, tanzen wir.
auch Schurrask oder Schurrake

chuven v. (Süd-Brasilien)

(port. chover „regnen“ oder chuva „Regen“) Regnen. Mariechen, mach die janela* zu, es chuvt [Mariazinha, feche a janela, está chovendo]. (s. rehnen.)
meistens s. Rehn, v. rehne; z. B.: Es rehnt! oder Das rehnt

Cuca m. (Süd-Brasilien)

Adaption des Streuselkuchens.
auch var. Kuche und Streiselkuche (Cuca ist meistens benutzt in Portugiesisch, sonst Kuche)

Beginn – C

D[Bearbeiten]

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das pron. impers. (Batinga)

es. das rehnt*: es regnet.

Domingueira oder Domingeira subst. (Santa Catarina)

(Brasilianismus) Sonntägliche Tanzveranstalung. Nach dem Botschen* gehen wir in die Wende*, trinken Cachaça* und essen einen Churrasco*, und wenn gerade Domingueira ist, tanzen wir.

Beginn – D

E[Bearbeiten]

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Beginn – E

F[Bearbeiten]

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Fakong subst. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. „facão“) Großes Messer.
auch Gross Messer

Fleischtag m. (Süd-Brasilien)

(donauschwäbisch) veraltet Dienstag, Donnerstag, Sonntag.

Foiça f. (Santa Catarina)

(Brasilianismus) Gewichtige Sichel mit schwerem Holzstiel.

foiçen v. (Santa Catarina)

(bras. Port. „foiça“) Sicheln, (ab-, weg-)hacken. Ich habe in der Früh das Vieh versorgt und bin gleich in die Roça* capienen*. Mein Mann hat den Mato* gefoiçt, denn wir wollen viel Aipi* pflanzen...
auch Foiss und Foisse

Beginn – F

G[Bearbeiten]

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Goud oder Goudu subst. (Süd-Brasilien)

(donauschwäbisch) veraltet Pate, Patin.
(In Deutschland noch landsch. Gote, Gode.)

Guri oder Gurie subst. (Süd-Brasilien)

(Kreolwort aus dem Tupi-Guarani) Junge. Die Gurien brigen* in dem Potrier*.
manchmal Kuri oder Kurie

Beginn – G

H[Bearbeiten]

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Hefami w. (Süd-Brasilien)

(donauschwäbisch) Hebamme.

Beginn – H

I[Bearbeiten]

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Beginn – I

J[Bearbeiten]

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Janela w. (Süd-Brasilien)

(Brasilianismus) Fenster(laden). Mariechen, mach die Janela zu, es chuvt* [Mariazinha, feche a janela, está chovendo].
beide Loode und/oder Fenster sind meistens benutz, statts Janela

Beginn – J

K[Bearbeiten]

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Kabokler m. (Santa Catarina)

(bras. Port. „caboclo“) 1. [veraltet] Mischling aus Indios und Europäern. 2. „Eingeborener“. So ein Rancho*, wo Kabokler wohnen.
(Da die besitzlose Landbevölkerung im Landinnern außer Portugiesen, Spaniern, Polen und Arabern oft Afrikaner unter den Vorfahren zählt, wurde dieses Wort caboclo „Landarbeiter; Mestize“ die Bezeichnung für die einheimische Bevölkerung im Allgemeinen, wenn der Kolonist nicht lieber „Rappelschwanz“, „Barrankenhucker“ oder, wenn er ein wenig dunkler ist, einen „Blauen“ nennt.)

Kamion oder Kamiong subst. (Süd-Brasilien)

(port. „caminhão“) Lastwagen.
auch Laschtwoogn

Kerb w. (Süd-Brasilien)

Rummel.
(Ursprünglich ein Kirchenfest; dem deutschen Gebrauch von Kirmes ähnelnd. Vgl. das deutsche Wort Kirbe)

Kuje m. (Santa Catarina)

(bras. Port. „cuja“) Kürbis, der in der Form einer Weinflasche wächst. „Eh“, rufe ich, „a-eh, wollen Sie mir einen Gefallen tun? A-eh! Ich will einen Schluck Wasser!“ - und dann warte ich wieder. „Warte nur“, ruft jemand. Eine Alte mit heiserer Stimme. „Der Chico bringt dir Wasser!“ Und tatsächlich! Aus dem Rancho* kommt ein Makake* mit einer Kuje.
(Die trockene, harte Schale dieser Kürbisart gibt Teller für Reis und Bohnen, Becher für Matetee, und der ganze Hausrat rankt im Frühjahr am ersten besten Baum neben dem Haus empor.)
auch Kuiund Kuia

Beginn – K

L[Bearbeiten]

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lembrieren

(port. lembrar) erinnern
auch erinne

Lóde m. (Batinga)

Fenster(laden). Marieche, mach der lóde zu, das* rehnt*.
auch Loode

Luftschiff s. (Süd-Brasilien)

Flugzeug. (s. Aviong.)
auch Fluchzeich

Beginn – L

M[Bearbeiten]

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Makake oder Miko m. (Santa Catarina)

(port. „macaco“) Affe. Und tatsächlich! Aus dem Rancho* kommt ein Makake mit einer Kuje*.
auch Aff

Mato m. (Santa Catarina)

(Brasilianismus) Gebüsch, Unterholz; Wildnis. Ich habe in der Früh das Vieh versorgt und bin gleich in die Roça* capienen*. Mein Mann hat den Mato gefoiçt*, denn wir wollen viel Aipi* pflanzen... - Da reite ich nach Weihnachten los, in der größten Hitze, weil die Tage am längsten sind, und bin auf halbem Wege. Immer durch den Mato. Ich habe Durst, und - verflucht! - meine Flasche ist leer.
(Mato ist das "Gestrüpp", das so riesige Gebiete bedeckt, dass ein ganzer Bundesstaat Brasiliens Mato Grosso danach benannt wurde.)
auch Hecke oder Hegge; auch Wald und Gewälde

Milhe subst. (Süd-Brasilien)

(port. „milho“) Mais.
auch m./f/ Milje und Mais

Milhebrot oder Michabrot subst. (Süd-Brasilien)

(port. „pão de milho“; auch „broa de milho“) Maisbrot.
auch Miljebrot und Maisbrot

Milhobrot subst. (Süd-Brasilien)

(port. „pão de milho“ auch „broa de milho“) Brot aus Kartoffeln, das dem Maisbrot ähnelt.
auch Miljobrot

mit präp. (Süd-Brasilien)

(bras. port. Konst. Verb + „com“) (Verb +) mit: (Verb +) von, bei. Träumen mit (sonhar com), träumen von. Bleiben mit dir (ficar com você), bleiben bei dir. heiraten mit

Beginn – M

N[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – O) . . . (zum Anfang der Liste)

namorieren v. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. „namorar“) Flirten.

Beginn – N

O[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – P) . . . (zum Anfang der Liste)

Beginn – O

P[Bearbeiten]

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Pale subst. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. „bala“) Bonbon, Zuckerl.
auch Bale; auch Karamele oder Karamelo (bras. Port. auch „caramelo“); auch Zuckersten oder Zuggersten

Phätr subst. (Süd-Brasilien)

(donauschwäbisch) veraltet Cousin, Vetter.
auch Vätter, Vetter, Vädder, Vädda, Vedda für Cousin (und manchmal für Verwandten)

Potrier oder Potreer m. (Süd-Brasilien)

(port. „potreiro“) Stall. Die Gurien* brigen* in dem Potrier.
auch Potria, Potrea; und machmal Kamp (bras. Port. „campo“, bedeut.: Feld).

Beginn – P

Q[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – R) . . . (zum Anfang der Liste)

Beginn – Q

R[Bearbeiten]

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Rancho (Santa Catarina)

(Brasilianismus) Kleiner Schuppen. Es war vor dreißig Jahren - so wahr ich lebe - damals, als wir hier angefangen haben. Wenn man da eine Kuh kaufen wollte, musste man weit, bis auf das Kampland hinauf. Dort waren die Pinienwälder schon geschlagen, alles war Weideland mit Vieh, oft zweitausend Stück auf einer Fazenda. Zurück musste man das Vieh treiben, Straßen gab es keine, nur Pikaden durch den Wald, Schneisen. In dem einen Stiefelschacht hatte man das Geld, im anderen den Revolver und zur Sicherheit noch einen im Gürtel. Das war kein Spaß, so wahr ich lebe. Da reite ich nach Weihnachten los, in der größten Hitze, weil die Tage am längsten sind, und bin auf halbem Wege. Immer durch den Mato*. Ich habe Durst, und - verflucht! - meine Flasche ist leer. Dort, wo man Glück hat, wenn man alle zwei Stunden eine Hütte sieht! Nun, ich habe Glück, da steht eine. So ein Rancho, wo Kabokler* wohnen. Wissen Sie, was die sagen? „Wenn die Arbeit was Gutes wäre, hätten sie die Reichen für sich vorbehalten.“
(Auf Port. bedeutet rancho „Bauernhof, Besitzung, Gut, Landgut“)

Rappelschwanz m. (Santa Catarina)

s. Kabokler.

rehnen oder rinnen v. (Batinga)

Regnen. Marieche, mach der lóde* zu, das* rehnt.

respondieren

(port. responder) antworten

Roça oder Rossa f. (Santa Catarina)

(Brasilianismus) Feld; Waldrodung. Ich habe in der Früh das Vieh versorgt und bin gleich in die Roça [= auf unser Land] capienen*. Mein Mann hat den Mato* gefoiçt*, denn wir wollen viel Aipi* pflanzen...
auch Ross oder Rosse

Beginn – R

S[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – T) . . . (zum Anfang der Liste)

Scharke subst. (Santa Catarina)

(port. „charque“) Trockenes, salziges Dörrfleisch. Ich sage: „Danke, excellenzia, ich danke, verehrter Herr“ und trinke. Man bekommt nicht überall so ein klares, reines Brunnenwasser. Und dann denke ich: Ob nicht die Leute einen Happen zum Essen haben? Vielleicht haben sie auch schwarze Bohnen für gutes Geld. Ich rufe also wieder: „A-eh! Habt ihr was zu essen? Ich zahle!“ Die Alte mit der krächzenden Stimme ruft: „Nein! Ich kann dir nichts geben!“ Ich frage: „Nichts?“ Die Alte: „Ist niemand zu Haus!“ „Donnerwetter“, sage ich, „die Dumme! Fällt ihr keine bessere Ausrede ein?“ Ich rufe: „Ich will zahlen! Kann auch ein Stück Scharke sein!“

Schuhloja subst. (Süd-Brasilien)

(bras. Port. „loja de sapatos“) Schuhgeschäft, Schuhladen.
auch Schuhgeschäft

sentachen (Rio Grande do Sul)

(aus port. „sentar“ und dt. Verkl -chen.) [verniedlichend] Sitzen.
(Im Riograndenser Hunsrückisch hat sich die bras. Eigenheit des häufigen Gebrauchs der Verkleinerungssilben, angereichert mit port. Wendung, wie Liebchen, Schönchen durchgesetzt.)
auch setze oder sitze

Sindikat

(aus port. „sindicato") Gewerkschaft, Syndikat

Beginn – S

T[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – U) . . . (zum Anfang der Liste)

Beginn – T

U[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – V) . . . (zum Anfang der Liste)

Beginn – U

V[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – W) . . . (zum Anfang der Liste)

Vergaffen s. (Süd-Brasilien)

(donauschwäbisch) (nach dem Volksglaube, während der Schwangerschaft) Darunter war das Versehen zu verstehen: Kinder bekamen ein bestimmtes Merkmal an ihre Körper, wenn die Mütter Gegenstände, Tiere oder Menschen, die ihnen einen Schrecken einjagten, ansahen. Wenn die Schwangere etwas intensiv wünschte, sich bei dem Denken an diesen Wunsch an einer bestimmten Körperstelle angriff, konnte dieses Gewünschte am Körper des Kindes später sichtbar sein.

Beginn – V

W[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – X) . . . (zum Anfang der Liste)

Wald m. (Santa Catarina)

1. [elliptisch] Stück Wald. 2. Holz; Bäume. Wir haben tüchtig Wald geschlagen.

Wende f. (Santa Catarina)

(bras. Port. „venda“) Geschäft. Nach dem Botschen* gehen wir in die Wende, trinken Cachaça* und essen einen Churrasco*, und wenn gerade Domingueira* ist, tanzen wir.

Beginn – W

X[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – Y) . . . (zum Anfang der Liste)

Beginn – X

Y[Bearbeiten]

(zum nächsten Buchstaben – Z) . . . (zum Anfang der Liste)

Beginn – Y

Z[Bearbeiten]

Beginn – Z . . .(zum Anfang der Liste)