Verzeichnis:Deutsch/Erikativ

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Als Erikativ wird eine ganz spezielle Form der Verben bezeichnet, die im Internet weit verbreitet ist. Grundsätzlich beschreibt der Erikativ das, was der Autor in diesem Moment genau macht, dies kann aber meistens nur im übertragenen Sinne verstanden werden.

So will zum Beispiel *such* sagen, dass der Autor etwas sucht.

Bildung des Erikativs[Bearbeiten]

  • In der Regel erhält man den gewünschten Stamm des Verbes, wenn man die Endung -en entfernt. Beispiele:
Aus grinsen wird grins
Aus lachen wird lach
Aus gehen wird geh
  • Bei manchen Verb-Endungen (z. B. eren und elen) wurde das letzte e mit der Zeit entfernt. In diesen Fällen ist zu beachten, dass natürlich nur das n wegfällt:
Aus knuddeln (knuddelen) wird knuddel
Aus pudern (puderen) wird puder
Aus googeln (googelen) wird googel
  • Objekte usw. werden meistens nahtlos an die Verben angehängt. Beispiel:
„Ich lese die ganze Zeit Bücher“ --> Die ganze Zeit Bücher lesen --> dieganzezeitbücherles
  • Es gibt aber auch einige Ausnahmen:
Aus wollen wird will oder woll
Aus müssen wird muss oder müss
Aus können wird kann oder könn
Aus mögen wird mag oder mög

Referenzen[Bearbeiten]

Diese Seite basiert auf dem Artikel „Erikativ“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Versionen und Autoren verfügbar.