Versalie

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Versalie (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Versalie die Versalien
Genitiv der Versalie der Versalien
Dativ der Versalie den Versalien
Akkusativ die Versalie die Versalien

Worttrennung:

Ver·sa·lie , Plural: Ver·sa·li·en

Aussprache:

IPA: [vɛʁˈzaːli̯ə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Versalie (Info)
Reime: -aːli̯ə

Bedeutungen:

[1] Linguistik: großer Buchstabe

Herkunft:

zugrunde liegt lateinisch versus → la „Vers“. Das Wort ist laut Kluge seit dem 20. Jahrhundert belegt.[1]
Das Pluralwort Versalien (zu Versal oder Versalie) wird bereits im Täubel von 1805 erwähnt.[2]

Synonyme:

[1] Großbuchstabe, Majuskel, Versal, Versalbuchstabe

Gegenwörter:

[1] Gemeine, Kleinbuchstabe, Minuskel

Oberbegriffe:

[1] Buchstabe

Beispiele:

[1] „Gegen Mitte des 16. Jahrhunderts wurden die Versalien dieser Schrift immer mehr verschnörkelt.“[3]
[1] „Dergleichen hatte er schon öfters getan, fast war es bei ihm zum Tick geworden, Wörter nachzuzeichnen, immer in römischen Versalien und ohne daß andere die Bewegung seines Fingers erkennen konnten, aber dieses eine Mal hatte er plötzlich die Gewißheit, der Vorgang würde im Ablauf aller Zeiten und selbst in einem als unendlich gedachten Raum nicht untergehen.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Versal
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Versalie

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Versal, Versalie“.
  2. »Allgemeines theoretisch-practisches Wörterbuch der Buchdruckerkunst und Schriftgießerey, in welchem alle bey der Ausübung derselben vorkommende und in die damit verwandten Künste, Wissenschaften und Gewerbe einschlagenden Kunstwörter nach alphabetischer Ordnung deutlich und ausführlich erklärt werden. Von Christian Gottlob Täubel, kaiserl. königl. privileg. Buch- und Musikalien-Drucker in Wien. Zwey Bände. Mit erläuternden Kupfern, Figuren und Tabellen. Wien, 1805. Gedruckt in Christian Gottlob Täubels kaiserl. königl. privileg. Officin, auf Kosten einiger Kunstfreunde.«
  3. Siegfried E. Fuchs: Die Kunstschrift. Entwicklungsgeschichte der abendländischen Schriften und ein Schriftlehrgang zum Erlernen der Kunstschriften. 2. Auflage. Verlag Aurel Bongers, Recklinghausen 1988, Seite 30. ISBN 3-7647-0342-3.
  4. Alfred Andersch: Winterspelt. Roman. Diogenes, Zürich 1974, ISBN 3-257-01518-6, Seite 56.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: salviere, Valeries