Verbalisierung

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Verbalisierung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Verbalisierung

die Verbalisierungen

Genitiv der Verbalisierung

der Verbalisierungen

Dativ der Verbalisierung

den Verbalisierungen

Akkusativ die Verbalisierung

die Verbalisierungen

Worttrennung:

Ver·ba·li·sie·rung, Plural: Ver·ba·li·sie·run·gen

Aussprache:

IPA: [vɛʁbaliˈziːʁʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Verbalisierung (Info)
Reime: -iːʁʊŋ

Bedeutungen:

[1] Handlung, etwas neu in Worte zu fassen, und Ergebnis dieser Handlung
[2] Grammatik: die Bildung eines Verbs aus einem Wort einer anderen Wortklasse durch Ableitung/Derivation

Herkunft:

Ableitung vom Stamm von verbalisieren mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung

Synonyme:

[1] Versprachlichung

Beispiele:

[1] „In der darauf folgenden Verbalisierung ihrer Erinnerung greift Angela dann allerdings nicht zum zunächst erwartbaren Pronomen der ersten Person Singular, sondern sie wählt die entsprechende Pluralform mir (wir), womit sie sich als Mitglied einer Gruppe - hier ihrer Familie - identifiziert und als Vertreterin dieser erzählt.“[1]
[2] „Wir schließen uns dieser Redeweise nicht an, sondern bleiben dabei, daß Substantivierungen abgeleitete Substantive sind, gleichgültig, mit welchen Mitteln die Ableitung erfolgt. Entsprechendes gilt für Adjektivierungen und Verbalisierungen.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Verbalisierung
[*] canoonet „Verbalisierung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalVerbalisierung
[(1)] Duden online „Verbalisierung
[1, 2] Helmut Glück (Herausgeber): Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 978-3-476-02056-7, Stichwort: „Verbalisierung“.

Quellen:

  1. Larissa Schüller, Angelika Linke: Weihnachten erzählen. In: Sprachreport. Nummer Heft 4, 2016, Seite 1-11, Zitat Seite 4. Kursiv gedruckt: mir, wir.
  2. Peter Eisenberg: Grundriss der deutschen Grammatik. Band 1: Das Wort. Metzler, Stuttgart/Weimar 1998, ISBN 3-476-01639-0, Seite 281.