Vanitas

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Vanitas (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Vanitas

Genitiv der Vanitas

Dativ der Vanitas

Akkusativ die Vanitas

[1] Bartholomäus Bruyn: Vanitas, Öl auf Holz, 16. Jahrhundert

Worttrennung:

Va·ni·tas, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈvaːnitas]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Vanitas (Info)

Bedeutungen:

[1] Kunst, Literatur: Vergänglichkeit des Irdischen, Eitelkeit des Menschen

Herkunft:

von lateinisch vānitās → la f- Nichtigkeit, Schein, der leere Schein, die Leere, eitles Vorgeben, eitles Wesen,[1] zu vānus → la - inhaltslos, unbedeutend, nichtig, leer, eitel[2][3]

Synonyme:

[1] Vergänglichkeit

Beispiele:

[1] „Zartes Grün inmitten von Beton. Reste von Röhren, zum Stillleben gruppiert. Da wird dann sichtbar, was in der barocken Malerei Vanitas heißt: Bedenke, dass nichts ewig währt.“[4]
[1] „Auch die meisterhaften Blumenstücke, die zum Vorbild für mehrere Generationen von Malern wurden, zeigen häufig den speziellen Charakter des Symbolischen, der dem ganzen Werk des Malers eigentümlich ist. Sie stellen den Triumph der Vanitas dar, das „Alles ist eitel“. An Stelle eines Schädels sieht man da den Totenkopffalter, die Fliege ist keine gewöhnliche, sondern eine Aasfliege. Nachtfalter und Eidechse sind dargestellt, weil sie Fleischfresser sind, ebenso wie der Leichenkäfer (necophorus). Die Schnecke ist das Symbol der unaufhaltsam fortschreitenden Zeit, die Eintagsfliege deutet nur geringe Lebensdauer an. Nur die Chrysalide symbolisiert das Leben, das sich immer wieder erneuert.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Vanitas
[1] Duden online „Vanitas
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Vanitas
[*] canoonet „Vanitas
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalVanitas

Quellen:

  1. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8. Auflage. Hannover 1913 (Nachdruck Darmstadt 1998): „vanitas“ (Zeno.org)
  2. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8. Auflage. Hannover 1913 (Nachdruck Darmstadt 1998): „vanus“ (Zeno.org)
  3. Duden online „Vanitas
  4. Christine Gruler: Den Ruinen verfallen. Schön, dass der Osten so herrlich saniert wurde. Einige Orte sollten aber ihren maroden Charme behalten. In: Zeit Online. Nummer 13, 21. März 2013, ISSN 0044-2070 (Die Zeit: Seite 2, 1. Absatz. Kultur, Umbau Ost: DDR; Pirna; Berlin; Chemnitz; Dresden; Leipzig, „Vanitas“ URL, abgerufen am 6. Dezember 2013).
  5. Martin Rabe: Aus der Zeit der Raritätenkabinette. Roelandt Savery, der Hofmaler Kaiser Rudolphs II.. In: Zeit Online. Nummer 21, 27. Mai 1954, ISSN 0044-2070 (Die Zeit: Seite 1, 4. Absatz. Kultur, Geschichte, Kunst: Astrologie; Niederlande; Amsterdam; Flandern; Prag; Tirol, „Vanitas“ URL, abgerufen am 6. Dezember 2013).