Ungustl

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nuvola apps korganizer.svg Dieser Eintrag war in der 3. Woche
des Jahres 2014 das Wort der Woche.

Ungustl (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Ungustl

die Ungustln

Genitiv des Ungustls

der Ungustln

Dativ dem Ungustl

den Ungustln

Akkusativ den Ungustl

die Ungustln

Worttrennung:

Un·gustl, Plural: Un·gustln

Aussprache:

IPA: [ˈʊnˌɡʊstl̩]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] (ost)österreichisch umgangssprachlich, salopp: abstoßender, unsympathischer, widerlicher Mann

Herkunft:

Ungustl ist vermutlich eine Weiterbildung zum Adjektiv ungustiös[1][2]unappetitlich[2]‘ in Anlehnung an Gustl[1][2], die Koseform von August[1] und Gustav[2].

Synonyme:

[1] Unsympath

Oberbegriffe:

[1] Mann

Beispiele:

[1] „Jedenfalls ist man sich ziemlich einig, dass ein Ungustl wie Heinzl sowieso eine in die Pappen verdient hätte.“[3]
[1] „Der Krone-Leser, eh schon rundum von Scheinasylanten, Unholden, EU-Bonzen, Feuerteufeln und anderen Ungustln eingekreist, muss sich jetzt auch noch auf Eier-Schwindler einstellen, die ihm das Kernweiche, das er sich zum Frühstück einverleibt, mit falschen Deklarationen versehen haben“.[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jakob Ebner: Duden Taschenbücher, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1998, ISBN 3-411-04983-9, „Ungustl“, Seite 337.
[1] Herbert Pfeiffer: Das große Schimpfwörterbuch. Über 10.000 Schimpf-, Spott- und Neckwörter. Eichborn, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-3444-7, „Ungustl“, Seite 442.
[1] Robert Sedlaczek et al.: Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs. 1. Auflage. Haymon Taschenbuch, Innsbruck/Wien 2011, ISBN 978-3-85218-873-7, „Ungustl“, Seite 291.

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 Robert Sedlaczek et al.: Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs. 1. Auflage. Haymon Taschenbuch, Innsbruck/Wien 2011, ISBN 978-3-85218-873-7, „Ungustl“, Seite 291.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Herbert Pfeiffer: Das große Schimpfwörterbuch. Über 10.000 Schimpf-, Spott- und Neckwörter. Eichborn, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-3444-7, „Ungustl“, Seite 442.
  3. Gregor Föhlich: Krisenstimmung in Österreich: Was alles vor dem 21.12. passieren könnte. In: Der Standard digital. 24. Oktober 2012 (URL, abgerufen am 18. August 2013).
  4. Christoph Winder: Eier-Schwindler. In: Der Standard digital. 13. Juli 2010 (URL, abgerufen am 18. August 2013).