Tobel

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Tobel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m, n[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2

Plural

Nominativ der Tobel das Tobel

die Tobel

Genitiv des Tobels des Tobels

der Tobel

Dativ dem Tobel dem Tobel

den Tobeln

Akkusativ den Tobel das Tobel

die Tobel

[1] im Schmalegger Tobel (bei Ravensburg)

Nebenformen:

Dobel

Worttrennung:

To·bel, Plural: To·bel

Aussprache:

IPA: [ˈtoːbl̩]
Hörbeispiele:
Reime: -oːbl̩

Bedeutungen:

[1] süddeutsch, österreichisch, schweizerisch: enges Tal, tiefer Einschnitt im Gelände

Herkunft:

Tobel ist oberdeutsch seit dem 13. Jahrhundert belegt.[1] Im Mittelhochdeutschen existierte die maskuline Form tobel.[1] Es gibt keine Wörter, mit denen sich Tobel sicher vergleichen lässt, um auf die weitere Etymologie zu schließen.[1] Feststellen lässt sich lediglich, dass das altkirchenslawische Femininum dupinaLoch‘ sowie das litauische Femininum daubà → ltSchlucht‘ klangliche Ähnlichkeit aufweisen.[1] Möglicherweise ist das Wort eine Entlehnung, da es nur in Gegenden benutzt wird, die einst unter römischem und womöglich auch keltischem Einfluss gestanden haben.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Canyon, Klamm, Schlucht

Beispiele:

[1] „Ein 46 Jahre alter Autofahrer ist am Jochpass bei Bad Hindelang im Oberallgäu mit seinem Auto in einen Abhang gestürzt und schwer verletzt worden. […] Das Auto überschlug sich mehrmals und blieb etwa 200 Meter von der Straße entfernt in dem Tobel auf dem Dach liegen.“[2]
[1] „Der Fussweg durchs Tobel ist erst wieder durchgehend begehbar, wenn sicher ist, dass nicht weiteres Gestein in die Tiefe zu stürzen droht […].“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Tobel
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Tobel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalTobel
[1] The Free Dictionary „Tobel
[1] Duden online „Tobel

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937 „Tobel“, Seite 919.
  2. Bayern: Auto stürzt in Abhang. In: sueddeutsche.de. 22. Mai 2013, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 13. Juli 2013).
  3. Felssturz im Küsnachter Tobel. In: NZZOnline. 24. April 2013, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 13. Juli 2013).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: lobet, lobte