Tilgung

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Tilgung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Tilgung

die Tilgungen

Genitiv der Tilgung

der Tilgungen

Dativ der Tilgung

den Tilgungen

Akkusativ die Tilgung

die Tilgungen

Worttrennung:

Til·gung, Plural: Til·gun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈtɪlɡʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Tilgung (Info)

Bedeutungen:

[1] das Tilgen; der Anteil einer Annuitätszahlung, mit dem Kapital zurückgezahlt wird
[2] allgemein: das Getilgtwerden; Rückzahlen einer Schuld
[3] Auslassung/Beseitigung von etwas

Herkunft:

althochdeutsch tīligunga „Löschung einer Eintragung, Schuld“; Pfeifer gibt jedoch das Wort als seit dem Ende des 17. Jahrhunderts belegt an.[1] Grund dafür könnte sein, dass es über lange Zeit keine Belege dafür gibt, so dass eine kontinuierliche Tradition des Wortes nicht gesichert werden kann.
Ableitung des Substantivs vom Stamm des Verbs tilgen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung

Synonyme:

[1] Kapitalrückzahlung, Abzahlung
[2] Abschaffung, Beseitigung, Entfernung

Unterbegriffe:

[1] Haustilgung, Mehrtilgung, Mindertilgung
[1, 2] Schuldentilgung, Sondertilgung, Straftilgung
[2] Geruchstilgung

Beispiele:

[1] Nimm ja keine Hypothek auf, bei der die erste Annuität nur 20% oder weniger Tilgung enthält – du kommst dein Lebtag nicht ans Ende mit der Rückzahlung!
[2] Die Zinsen könnte ich gut zahlen, aber die Tilgung der aufgenommen Schuld erwürgt mich.
[3] „Die dritte Veränderung schließlich ist die Tilgung fast aller menschlichen Kontakte während der Reise.“[2]

Wortbildungen:

[1] Tilgungsanleihe, Tilgungsfonds, Tilgungskapital, Tilgungsrate, Tilgungssumme
[?] Tilgungsart, Tilgungsform, Tilgungskampf, Tilgungsvereinbarung

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, (3)] Wikipedia-Artikel „Tilgung
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Tilgung
[*] canoonet „Tilgung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalTilgung
[*] The Free Dictionary „Tilgung
[*] Duden online „Tilgung
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Tilgung

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1995, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „tilgen“.
  2. Dieter E. Zimmer: Durch Wüsten und Kriege. Eine Expedition ins Innere Asiens mit Vladimir Nabokov und wagemutigen Forschern des 19. Jahrhunderts. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-24679-1, Seite 239.