Tiefflieger

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Tiefflieger (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Tiefflieger

die Tiefflieger

Genitiv des Tieffliegers

der Tiefflieger

Dativ dem Tiefflieger

den Tieffliegern

Akkusativ den Tiefflieger

die Tiefflieger

Worttrennung:

Tief·flie·ger, Plural: Tief·flie·ger

Aussprache:

IPA: [ˈtiːfˌfliːɡɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Tiefflieger (Info)

Bedeutungen:

[1] Flugzeug, das in sehr geringer Höhe fliegt
[2] abwertend: unbegabte Person

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem Adjektiv tief und dem Substantiv Flieger

Oberbegriffe:

[1] Flugzeug

Beispiele:

[1] „Manchmal wurden sie von Tieffliegern gejagt wie die Hasen.“[1]
[1] „Tiefflieger kamen angehuscht, schossen aber nicht.“[2]
[1] „Russische Tiefflieger feuern in die Trecks, für Ursula ist die Flucht längst zum Albtraum geworden.“[3]
[1] „Mit aufheulenden Motoren stürzt sich ein Tiefflieger auf den Platz, fast rast er gegen den durchscheinenden Turm der Georgenkirche, knallt ein paar Salven auf die Pakgeschütze und zieht die Maschine über der Halle des Bahnhofs wieder hoch.“[4]
[2] Er offenbart sich immer wieder als geistiger Tiefflieger.

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] geistiger Tiefflieger

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Tiefflieger
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Tiefflieger
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalTiefflieger
[1, 2] The Free Dictionary „Tiefflieger
[1] Duden online „Tiefflieger
[2] Herbert Pfeiffer: Das große Schimpfwörterbuch. Über 10.000 Schimpf-, Spott- und Neckwörter. Eichborn, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-3444-7, Stichwort „Tiefflieger“.

Quellen:

  1. Sabine Bode: Die vergessene Generation. Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen. 3. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-94797-7, Seite 78.
  2. Walter Kempowski: Tadellöser & Wolff. Ein bürgerlicher Roman. CW Niemeyer, Hameln 1991, ISBN 3-87585-911-1, Seite 487. Das Buch ist erstmals 1971 erschienen.
  3. Sonya Winterberg: Wir sind die Wolfskinder. Verlassen in Ostpreußen. Piper, München/Zürich 2014, ISBN 978-3-492-30264-7, Seite 94.
  4. Heinz Rein: Finale Berlin. Roman. Ullstein, ohne Ortsangabe 2017, ISBN 978-3-548-28730-0, Seite 479. Originalausgabe 1947.