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Tacken

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Tacken (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ Tacken die Tacken
Genitiv Tacken der Tacken
Dativ Tacken den Tacken
Akkusativ Tacken die Tacken

Worttrennung:

Ta·cken, Plural: Ta·cken

Aussprache:

IPA: [ˈtakn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Tacken (Info), Lautsprecherbild Tacken (Info)
Reime: -akn̩

Bedeutungen:

[1] regional oder Jugendsprache, meist Plural, Synonym zu ehemals: Mark, heute: Euro, manchmal ganz allgemein: Geld, beziehungsweise Geldstücke oder Münzen

Herkunft:

„Der Ausdruck für Geld im Volksmund - Tacken - kann auf eine lange Tradition zurückblicken.“[1] Im Ruhrgebiet stand Tacken für das 10-Pfennig-Stück[2], den Groschen.
„Ein Tacken, das ist eine kleine Münze aus Messing, das Zehn-Pfennig-Stück in der Umgangssprache – eine von vielen Bezeichnungen für Geldstücke, deren Herkunft unklar ist.“[3]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Knete, Kohle, Mäuse, Piepen, siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Geld

Beispiele:

[1] Lass mal n' paar Tacken rüberwachsen.
[1] „Mit Tacken schmeißt man bei uns nämlich nicht einfach so um sich, sondern Tacken lässt man langsam rüberwachsen.“[4]
[1] „Sat.1 läßt ordentlich Tacken rüberwachsen, wenn Gina Wild vor der Kamera drei Tischtennisbälle in den Mund nimmt.“[5]
[1] „Der Spendiermaxe könnte mir locker ne Mrd. Tacken rüberwachsen lassen. Dann würde ich in Deutschland die Burger King Kaschemme übernehmen.“[6]
[1] „Erstmal ne Testversion für 30 Tage und denn musste 30 Tacken rüberwachsen lassen. Aber das Programm ist echt Bombe.“[7]
[1] „Ok, Glühkerze getauscht, hat mir ja noch halbwegs eingeleuchtet, 90 Tacken ärmer.“[8]
[1] „Wenn Sie darauf bestehen, zahl ich Ihnen die 50 Tacken, aber dann beeilen Sie sich bitte ein bisschen, der Flug geht in einer halben Stunde!»“[9]

Übersetzungen[Bearbeiten]

[1] Geld im Volksmund
[1] Sprachnudel
[1] Mitmachwörterbuch

Quellen:

  1. Fachhändler für Münzen und Medaillen: Ob Nord oder Süd - Tacken ist überall ein Begriff. Abgerufen am 29. Januar 2021.
  2. Ruhrgebietssprache Lexikon: Tacken. Abgerufen am 29. Januar 2021.
  3. Norbert Golluch: Worte der Kindheit: Von 1950 bis 2000. Abgerufen am 29. Januar 2021.
  4. WOLL-Magazin. Abgerufen am 28. November 2017.
  5. höfliche Paparazzi. Abgerufen am 28. November 2017.
  6. Hafekneipe Klönschnack. Abgerufen am 28. November 2017.
  7. DemoNews.de. Abgerufen am 28. November 2017.
  8. Landtreff, Abgasmanipulationen. Abgerufen am 28. November 2017.
  9. Philipp Reinartz: Katerstimmung. Rowohlt, 2013 (Zitiert nach Google Books)

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Tacken die Tacken
Genitiv des Tackens der Tacken
Dativ dem Tacken den Tacken
Akkusativ den Tacken die Tacken

Worttrennung:

Ta·cken

Aussprache:

IPA: [ˈtakn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Tacken (Info), Lautsprecherbild Tacken (Info)
Reime: -akn̩

Bedeutungen:

[1] salopp: geringes Maß

Herkunft:

Der Ausdruck Tacken geht vermutlich auf Zacken - einen Zacken drauflegen und/oder Zahn - einen Zahn zulegen zurück[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Ahnung, Hauch, Zahn

Beispiele:

[1] „Dann kommen die Kollegen bestimmt noch einen Tacken schneller.“[2]
[1] „Bei jedem Scheinwerferlicht und Motorgeräusch schlägt mein Herz einen Tacken schneller.“[3]
[1] „Und ob der nicht mal einen Tacken zulegen kann.“[4]
[1] „Einen Tacken zulegen kann man immer.“
[1] „‚Einen Tacken höher.‘ Vom Pult aus drehe ich die Lampe etwas höher. ‚Nein. So blendet es. Tacken runter.‘ ‚Dann ist sie wie vorher.‘ Hinter mir muss Nick sich sichtlich das Lachen verkneifen.“[5]
[1] „Insgesamt war das alles nicht falsch, aber Lara war Jenny einen Tacken zu streng, einen Tacken zu selbstherrlich und einen Tacken zu perfekt.“[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] einen Tacken schneller, einen Tacken beeilen, einen Tacken zulegen

Übersetzungen[Bearbeiten]

[1] Redensarten-Index „Tacken
[1] Peter Honnen: Kappes, Knies und Klüngel. Greven, 2003, Seite 198 (Zitiert nach Google Books)
[1] Lexikon, Regiolekt/Missingsch

Quellen:

  1. Lutz Röhrich: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Verlag Herder, Freiburg 1994. ISBN 3-451-4400-5. Stichwort: „Zahn“.
  2. Bluthunde. KBV Verlags- & Medien GmbH, 2013 (Zitiert nach Google Books)
  3. Susanne Ertle: Burnout im Baby-Glück?. tredition, 2016 (Zitiert nach Google Books)
  4. Isabella Renitente: Der Chaoskater. BoD – Books on Demand, 2013, Seite 260 (Google Books)
  5. Backstage: Groupie? - Nein, Roadie!, Susanne Buchheim. Abgerufen am 3. Dezember 2017.
  6. Von ganzem Herzen mangelhaft: ...wie man an einem Strang zieht, Tina Flynn. Abgerufen am 3. Dezember 2017.

Deklinierte Form[Bearbeiten]

Worttrennung:

Ta·cken

Aussprache:

IPA: [ˈtakn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Tacken (Info), Lautsprecherbild Tacken (Info)
Reime: -akn̩

Grammatische Merkmale:

  • Nominativ Plural des Substantivs Tacke
  • Genitiv Plural des Substantivs Tacke
  • Dativ Plural des Substantivs Tacke
  • Akkusativ Plural des Substantivs Tacke
Tacken ist eine flektierte Form von Tacke.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag Tacke.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Dacken
Anagramme: aneckt, nackte, Nackte