Stacheldraht

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Stacheldraht (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Stacheldraht die Stacheldrähte
Genitiv des Stacheldrahtes
des Stacheldrahts
der Stacheldrähte
Dativ dem Stacheldraht
dem Stacheldrahte
den Stacheldrähten
Akkusativ den Stacheldraht die Stacheldrähte
[1] Stacheldraht (Nahansicht)

Worttrennung:

Sta·chel·draht, Plural: Sta·chel·dräh·te

Aussprache:

IPA: [ˈʃtaχl̩ˌdʀaːt], Plural: [ˈʃtaχl̩ˌdʀɛːtə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Draht, an dem sich Stacheln oder Klingen befinden (dient dazu, etwas unzugänglich zu machen)

Herkunft:

Das Wort ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts belegt.[1]
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus Stachel und Draht

Oberbegriffe:

[1] Absperrungsgerätschaft, Hindernis

Unterbegriffe:

[1] NATO-Stacheldraht

Beispiele:

[1] Der Jugendliche verletzte sich beim Klettern am Stacheldraht, der an der Mauer angebracht war.
[1] „Immer zwei Mann halten eine Rolle, die andern spulen den Stacheldraht ab.“[2]
[1] „Die schmale Allee wird nach zwei Kilometern von Stacheldraht und Betonklötzen brutal durchtrennt.“[3]
[1] „Sein ganzer Eindruck des Landes bestand aus drei in der Wüste stehenden Baracken, die von Stacheldraht umzäunt waren.“[4]
[1] „Man braucht unglaublich viel Zeit, ein Tier aus dem Stacheldraht herauszuschneiden.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] im Stacheldraht hängenbleiben

Wortbildungen:

[1] Stacheldrahtverhau, Stacheldrahtzaun

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Stacheldraht
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Stacheldraht
[*] canoo.net „Stacheldraht
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonStacheldraht
[1] The Free Dictionary „Stacheldraht
[1] Duden online „Stacheldraht

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Stachel“.
  2. Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, Seite 58. ISBN 3-462-01844-2. Erstveröffentlichung 1928, als Buch 1929.
  3. Dieter Moor: Lieber einmal mehr als mehrmals weniger. Frisches aus der arschlochfreien Zone. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2012, ISBN 978-3-499-62762-0, Seite 159
  4. Wladimir Kaminer: Onkel Wanja kommt. Eine Reise durch die Nacht. Goldmann, München 2014, ISBN 978-3-442-47364-9, Seite 175.
  5. Halldór Laxness: Auf der Hauswiese. Roman. Huber, Frauenfeld/Stuttgart 1978, ISBN 3-7193-0611-9, Seite 155. Isländisches Original 1975