Spielentwicklung

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Spielentwicklung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Spielentwicklung

die Spielentwicklungen

Genitiv der Spielentwicklung

der Spielentwicklungen

Dativ der Spielentwicklung

den Spielentwicklungen

Akkusativ die Spielentwicklung

die Spielentwicklungen

Worttrennung:

Spiel·ent·wick·lung, Plural: Spiel·ent·wick·lun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈʃpiːlʔɛntˌvɪklʊŋ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Veränderungen im Verlauf der individuellen Spielfähigkeit
[2] Veränderungen im Verlauf eines Spielgeschehens, auch des Spielaufbaus
[3] strukturelle und didaktische Veränderungen von Spielen im Laufe der Zeit

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Spiel und Entwicklung

Beispiele:

[1] „Die kindliche Spielentwicklung möglichst sich selber zu überlassen, die Kinder beim Spielen nicht zu stören und in ihr Spiel so wenig wie möglich, eigentlich nur bei unerträglichem Streit, einzugreifen, galt darum lange als die Hauptdevise für den Kindergarten und für die häusliche Erziehung.“[1]
[1] „Als Ergebnis unserer Analyse lassen sich in der kindlichen Spielentwicklung unter Verwendung beschreibender Kategorien vereinfachend drei Entwicklungsschritte ausmachen, […].“[2]
[2] „Er ist geschaffen gegen Teams, deren zentrale Schwächen im ersten Drittel der Spielentwicklung, insbesondere aber in der Rückwärtsbewegung nach Ballverlusten liegen.“[3]
[2] „Seine Begabung, den Ball wie ein Billardspieler seine Kugel präzise zu adressieren, seine Virtuosität, seine Fähigkeit, den Ball in jeder Lage und Situation zu kontrollieren, erlaubten ihm, sich mit der Spielentwicklung zu befassen, wo Mitspieler weitgehend mit Gegenspieler und Ball beschäftigt wären.“[4]
[2] „Die Gelegenheiten und Anreize zum Spielen sind umso vielfältiger, je weniger das Gelände für bestimmte Zwecke bereits vorstrukturiert ist: ein Platz, der nicht auf bestimmte Spielmöglichkeiten eingeengt ist, eine Straße, deren Verkehr nicht jede Spielentwicklung unterbindet, eine Wiese, ein Bach, ein Baggersee, ein Waldstück, die zum Spielen zur Verfügung stehen.“[5]
[3] „Der Gang durch die Spielentwicklung dokumentiert zunächst einmal, dass die Spielformen nicht einfach einander ablösen.“[6]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Spielentwicklung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSpielentwicklung

Quellen:

  1. Andreas Flitner: Spielen - Lernen. Praxis und Deutung des Kinderspiels. Piper, München-Zürich 1996, ISBN 3-492-20022-2, Seite 133/134.
  2. Manfred Polzin: Kinderspieltheorien und Spiel- und Bewegungserziehung. Minerva, München 1979, ISBN 978-3-5971-0055-4, Seite 94.
  3. Wolfram Eilenberger: Pep soll es machen wie Klopp. In: Zeit Online. 5. Mai 2015, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 13. Januar 2019).
  4. Jürgen Werner: Der Mann, der den Fußball veränderte. In: Zeit Online. 28. Mai 1982, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 13. Januar 2019).
  5. Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1664-5, Seite 210.
  6. Ulrich Heimlich: Einführung in die Spielpädagogik. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2015, Seite 42.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Spieleentwicklung