Spieldeutung

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Spieldeutung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Spieldeutung

die Spieldeutungen

Genitiv der Spieldeutung

der Spieldeutungen

Dativ der Spieldeutung

den Spieldeutungen

Akkusativ die Spieldeutung

die Spieldeutungen

Worttrennung:

Spiel·deu·tung, Plural: Spiel·deu·tun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈʃpiːlˌdɔɪ̯tʊŋ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Interpretation von Spielphänomenen beziehungsweise psychologische Ausleuchtung eines Spielgeschehens

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Spiel und Deutung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Spielanalyse, Spielinterpretation

Oberbegriffe:

[1] Analyse, Deutung, Interpretation

Beispiele:

[1] „Gerade aber weil unsere akademische Psychologie der Psychoanalyse weitgehend kritisch gegenübersteht, ist für sie das System Piagets auch für die Spieldeutung so wichtig geworden.“[1]
[1] „Allen drei Einwänden gemeinsam ist der Versuch, gegen phänomenologische Spieldeutung Sätze der Empirie ins Feld zu führen.“<[2]
[1] „Es scheint kein allzu langer Weg zu sein, bis Wiederholungen im kindlichen Spiel nach psychoanalytischer Spieldeutung als Aufarbeitung unbewältigter Erlebnisse erklärt und von der Motivationspsychologie in das Konzept von Aktivierungszirkel eingeordnet werden.“[3]
[1] „Eine entsprechende, jedoch nicht ausdrücklich von Heidegger ausgehende ‚existenzialpsychologische Spieldeutung’ gibt Ernst Haigis in: Das Spiel als Begegnung.“[4]
[1] „Wieder lassen sich nur Beispiele dafür geben: eine systematisch geordnete Interpretation oder auch nur ein Leitfaden der Spieldeutung fehlen in der einschlägigen Literatur.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Quellen:

  1. Andreas Flitner: Spielen - Lernen. Praxis und Deutung des Kinderspiels. Piper, München-Zürich 1996, ISBN 3-492-20022-2, Seite 75.
  2. Wolfgang Hering: Spieltheorie und pädagogische Praxis. Schwann, Düsseldorf 1979, ISBN 3-5901-4240-5, Seite 68.
  3. Wolfgang Hering: Spieltheorie und pädagogische Praxis. Schwann, Düsseldorf 1979, ISBN 3-5901-4240-5, Seite 12/13.
  4. Ingeborg Heidemann: Der Begriff des Spieles und das ästhetische Weltbild in der Philosophie der Gegenwart. Walter de Gruyter, Berlin 1968, Seite 17.
  5. Andreas Flitner: Spielen - Lernen. Praxis und Deutung des Kinderspiels. Piper, München-Zürich 1996, ISBN 3-492-20022-2, Seite 75.