Sommerfaden

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Sommerfaden (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Sommerfaden die Sommerfäden
Genitiv des Sommerfadens der Sommerfäden
Dativ dem Sommerfaden den Sommerfäden
Akkusativ den Sommerfaden die Sommerfäden

Worttrennung:

Som·mer·fa·den, Plural: Som·mer·fä·den

Aussprache:

IPA: [ˈzɔmɐˌfaːdn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Sommerfaden (Info)

Bedeutungen:

[1] Jahreszeit: an schönen Herbsttagen Felder und Pflanzen überziehender oder in der Luft schwirrender feiner Flugfaden, der von jungen Krabbenspinnen in die Luft geschossen wird, um an diesem ins Winterquartier zu gelangen

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Sommer und Faden

Beispiele:

[1] „Denn sie trug eine machtvolle geschichtliche Realität in sich; eine Realität, die sich mit dem innersten Kerne jeder Wirklichkeit, die geschichtlich vorher da war, im Seelenleben berührte und sie in ihrem innern Rapport zu sich empfand. Vor dieser verwehten die Ekstasen und Schauungen wie Sommerfäden im Winde. Indem das Christenthum um den Sieg rang, ward in dem Kampfe der Religionen das Dogma zu der abschließenden Fassung gebracht, daß Gott, im Gegensatz zu allen partialen Offenbarungen, welche Juden und Heiden in Anspruch nahmen, ganz und ohne Rest in die Offenbarung durch Christus mit seinem Wesen eingegangen sei.“[1]

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag Marienfaden.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Altweibersommer“, dort auch „Sommerfäden“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Sommerfaden

Quellen:

  1. Dilthey, Wilhelm: Einleitung in die Geisteswissenschaften. Versuch einer Grundlegung für das Studium der Gesellschaft und der Geschichte. Bd. 1. Leipzig, 1883; zitiert nach: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sommerfaden