Schwaden

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Schwaden (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Schwaden

die Schwaden

Genitiv des Schwadens

der Schwaden

Dativ dem Schwaden

den Schwaden

Akkusativ den Schwaden

die Schwaden

Worttrennung:

Schwa·den, Plural: Schwa·den

Aussprache:

IPA: [ˈʃvaːdn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -aːdn̩

Bedeutungen:

[1] Landwirtschaft: Nebenform von Schwade

Wortbildungen:

[1] Schwadenmäher, Schwadenrechen, schwadenweise, Schwadenwender

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag Schwade.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1506
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schwaden
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schwaden
[*] canoonet „Schwaden
[1] The Free Dictionary „Schwade

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Schwaden

die Schwaden

Genitiv des Schwadens

der Schwaden

Dativ dem Schwaden

den Schwaden

Akkusativ den Schwaden

die Schwaden

Worttrennung:

Schwa·den, Plural: Schwa·den

Aussprache:

IPA: [ˈʃvaːdn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -aːdn̩

Bedeutungen:

[1] meist Plural: durch die strömende Bewegung von Luft einer flüchtigen Wolke ähnelnden Ansammlung von Dämpfen und/oder Gasen, insbesondere von Dunst, Nebel und Rauch
[2] bergmannssprachlich: stark kohlenoxidhaltige, schädliche Luft im Bergwerk (Grube, Zeche)
[3] Botanik: Süßgras aus der Gattung Glyceria

Herkunft:

[1] seit dem 14. Jahrhundert bezeugt; Erbwort aus mittelhochdeutsch swadem → gmh (vergleiche mittelniederdeutsch swadem → gml und swaden → gml sowie altenglisch swaþul → angFlamme, Glut“); dies zu althochdeutsch sweden → gohwärmen“ sowie swedan → gohverbrennen“ (das aber ganz unsicher bezeugt ist); vielleicht weiter zu altnordisch sviđa → nonbraten, brennen[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Bank, gehoben: Brodem, Dampf, Dunst, Fog, Nebel, Qualm, Rauch, landschaftlich, fachsprachlich: Schmauch, norddeutsch: Schwalk, Smog, norddeutsch: Wrasen

Oberbegriffe:

[1] Aerosol
[3] Süßgras, Gras, Pflanze

Unterbegriffe:

[1] Brandschwaden, Dunstschwaden, Gasschwaden, Nebelschwaden, Rauchschwaden, Tabakschwaden
[3] Bastard-Schwaden, Falt-Schwaden, Flutender Schwaden, Hain-Schwaden, Manna-Schwaden, Wasserschwaden

Beispiele:

[1] Ein Schwaden Parfüm zog mir entgegen.
[1] „Beizender Rauch beklemmt den Atem. Er wirbelt empor, verhüllt den Himmel, als wollte er dem freundlich strahlenden das Gräßliche nicht schauen lassen, um dann, hohnlachend über das eigene Mitleid, aus den Dächern auszubrechen und die schwarzen Schwaden triumphierend mit gelbem und blauem Licht zu zerreißen.“[2]
[1] „Eine warme, feuchtigkeitsgeschwängerte Luft schlägt dir entgegen. Wasserdampf, beklemmende Nässe, ein Schwaden scharfen Schweißgeruches – du fühlst dich nicht sehr behaglich.“[3]
[1] „In diesen Stunden drängte sich in mächtigen süßen Schwaden der Frühlingsduft der Erde durch das geöffnete Zellenfenster.“[4]
[1] „Automobile, die in Mengen vorüberfuhren, warfen Schwaden von Staub über die Tische hin.“[5]
[1] „In der ganzen Luft liegt ein Schwaden so brenzligen Gestankes, als wenn die Hölle ihre Läden geöffnet hätte, so daß ich und mehrere Passanten sofort die Schnupftücher zogen und hustend sich das Ding vom Leibe hielten.“[6]
[1] „Eigentlich hat er erwartet, dass der Bus vor ihm eine Abgaswolke voller Ruß und Kohlendioxid in die Nase bläst. Stattdessen pufft aus dem Rohr ein Schwaden Wasserdampf.“[7]
[2] „Betrachtet man nur diejenigen dieser Unglücksfälle, welche beim Steinkohlen-Bergbau vorgekommen sind, so finden sich vier Menschen, die durch eine Explosion von Schlagewettern getödtet worden, nachdem ältere Fehler in der Disposition der Baue die Wetterführung erschwert, neuere Versehen solche vernachläßigt hatten; vier, welche durch erstickende Schwaden getödtet worden, in die sie sich ohne Ueberlegung gewagt hatten; vier, welche verschüttet worden, weil sie den nöthigen Ausbau vernachläßigten; drei, die in die Schächte und Gesenke stürzten, weil sie sich nicht vorsahen, und einer, der durch ein nachlaßig befestigtes Fördergefäß erschlagen worden.“[8]
[3] Einige Schwaden sind wertvolle Futtergräser.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] (Dunst, Nebel, Rauch, Wasserdampf oder dergleichen) hängt/liegt/steht in (dichten, dicken, giftigen) Schwaden über etwas + Dativ, (Dunst, Nebel, Rauch, Wasserdampf oder dergleichen) zieht in (dichten, dicken, giftigen) Schwaden über etwas + Akkusativ; bläuliche, süßliche Schwaden des Tabakrauches; die Lokomotive stieß weiße, schwarze Schwaden von Dampf und Rauch in die Luft; bleiche, graue, lange Schwaden des Herbstnebels liegen auf/dicht über der Wiese; der See ist von dunstigen, nebligen Schwaden verhüllt; Autos wirbeln den Staub in Schwaden auf

Wortbildungen:

[1] schwadenweise
[3] Salzschwaden

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1506
[3] Wikipedia-Artikel „Schwaden
[1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schwaden
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schwaden
[*] canoonet „Schwaden
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchwaden
[1] The Free Dictionary „Schwaden

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 830
  2. Lily Braun → WP: Lebenssucher. In: Projekt Gutenberg-DE. Elftes Kapitel: Wie Konrad Hochseß das Leben fand (URL).
  3. Kurt Tucholsky → WP: Ein Hundstagsbild. www.zeno.org, 1923, abgerufen am 13. Januar 2014.
  4. Rahel Sanzara → WP: Das verlorene Kind. In: Projekt Gutenberg-DE. Kapitel VIII (URL).
  5. Franz Kafka → WP: Amerika. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
  6. Oskar Panizza → WP: Der Goldregen. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
  7. Frank Grotelüschen → WP: Sauber auf ganzer Linie. In: Berliner Zeitung Online. 13. Mai 2006, ISSN 0947-174X (URL, abgerufen am 13. Januar 2014).
  8. Koblenz (Regierungsbezirk): Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Coblenz. Jahrgang 1818. 8. Juni 1818, Seite 125 (zitiert nach Google Books).

Deklinierte Form[Bearbeiten]

Worttrennung:

Schwa·den

Aussprache:

IPA: [ˈʃvaːdn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -aːdn̩

Grammatische Merkmale:

  • Dativ Plural des Substantivs Schwad
Schwaden ist eine flektierte Form von Schwad.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag Schwad.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.

Deklinierte Form[Bearbeiten]

Worttrennung:

Schwa·den

Aussprache:

IPA: [ˈʃvaːdn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -aːdn̩

Grammatische Merkmale:

  • Nominativ Plural des Substantivs Schwade
  • Genitiv Plural des Substantivs Schwade
  • Dativ Plural des Substantivs Schwade
  • Akkusativ Plural des Substantivs Schwade
Schwaden ist eine flektierte Form von Schwade.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag Schwade.
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Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Schaden, Schweden