Schriftform

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Schriftform (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Schriftform

die Schriftformen

Genitiv der Schriftform

der Schriftformen

Dativ der Schriftform

den Schriftformen

Akkusativ die Schriftform

die Schriftformen

Worttrennung:

Schrift·form, Plural: Schrift·for·men

Aussprache:

IPA: [ˈʃʁɪftˌfɔʁm]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Schriftform (Info)

Bedeutungen:

[1] Art der Gestaltung einer Schriftart
[2] Schriftart (im Unterschied zu einer anderen)
[3] Recht: in schriftlicher Form

Herkunft:

Determinativkompositum aus Schrift und Form

Sinnverwandte Wörter:

[1] Schreibduktus, Schriftgestalt
[2] Font, Schriftart, Schriftsatz, Schrifttyp
[3] Schriftlichkeit

Unterbegriffe:

[2] Keilschriftform, Runenform

Beispiele:

[1] „Allerdings konnten die Schriftformen nicht »Spielball von Laune und Mode« werden, weil sonst auf Grund der damaligen politischen Zwiespältigkeiten die Gefahr bestanden hätte, daß der Süden nicht lesen könnte, was der Norden geschrieben hat.“[1]
[1] „Das Ideal stellt eine rhythmisch wirkende Schrift dar, in der die Schriftform gut von der Bewegung getragen wird, ohne dass eine Formauflösung eintritt.“[2]
[1] Bei alten Handschriften, die oft von mehreren, anonymen Schreibern hergestellt wurden, kann man unter anderem aufgrund der Schriftformen die Passagen der Schreiber unterscheiden.
[2] „Bekannte Vertreter dieser Schriftform sind die deutsche Kurrentschrift und die arabische Schrift.“[3]
[2] „Die meisten Kinder lernen heute das Lesen und Schreiben in Druckschrift. Es ist die Schrift, die die Kinder in der Umwelt überall antreffen und die ihnen das Lesen- und Schreibenlernen erleichtert. Sie ist auch die Schriftform, die am besten hilft, die Wörter zu gliedern.“[4]
[2] „Wenn Sprachforscher das Gesagte in eine Schriftform bringen, müssen sie sich entscheiden, welches Wort wie klingt.“[5]
[3] Ein Testament muss unter Wahrung bestimmter Bedingungen in Schriftform vorliegen.
[3] „Erstmals in der westafrikanischen Geschichtstradition werden hier bis dahin nur mündlich überlieferte Ereignisse in Schriftform gefasst, politisch interpretiert und aufbewahrt.“[6]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[3] Wikipedia-Artikel „Schriftform
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schriftform“ Zitate für beide Bedeutungen.
[*] canoo.net „Schriftform
[3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchriftform
[3] The Free Dictionary „Schriftform

Quellen:

  1. Die Blaue Fibel. Leitfaden für die Sütterlin- und die Deutsche Schreibschrift.. Brune - Mettker Druck- und Verlagsgesellschaft, Wilhelmshaven ohne Jahr, ISBN 3-930510-13-8, Seite 8.
  2. Helmut Ploog: Handschriften deuten - die Persönlichkeit im Spiegel der Schrift. 6., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Humboldt, Hannover 2008, Seite 32. ISBN 978-3-89994-184-5.
  3. Schreibschrift Zugriff: 3.1.12.
  4. SCHULMINISTERIUM.NRW.DE: Das Bildungsportal: Grundschule von A - Z. Zugriff: 3.1.12.
  5. Ronald Meyer-Arlt: Jäger des verlorenen Satzes. In: Eichsfelder Tageblatt. Nummer 125, 1. Juni 2013, Seite 33f, Zitat Seite 34.
  6. Claus Hecking: Der lange Weg nach Timbuktu. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014, Seite 84-95, Zitat Seite 87.