Schmelzprisma

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Schmelzprisma (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Schmelzprisma

die Schmelzprismen

Genitiv des Schmelzprismas

der Schmelzprismen

Dativ dem Schmelzprisma

den Schmelzprismen

Akkusativ das Schmelzprisma

die Schmelzprismen

[1] Historische Darstellung eines Querschnitts durch den Zahnschmelz eines sechs Monate alten Fötus mit Schmelzprismen (E), Dental cosmos (1889)

Worttrennung:
Schmelz·pris·ma, meist Plural: Schmelz·pris·men

Aussprache:
IPA: [ˈʃmɛlt͡sˌpʁɪsma]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] meist Plural: bandförmige, in Bündeln gruppierte Kristalliten des Zahnschmelzes

Herkunft:
historisch begründetes Determinativkompositum aus den Substantiven Schmelz und Prisma, das jedoch die mikroskopisch darstellbare Form des von Ameloblasten produzierten Materials nicht korrekt beschreibt[1]

Gegenwörter:
[1] Dentin

Oberbegriffe:
[1] Kristallit, Zahnschmelz

Teilbegriffe:

[1] Prismenstab, Prismensäule, Prismenscheide, Apatitkristallite

Beispiele:
[1] „Während Knochen im Laufe des Wachstums kleinflächig abgebaut und an anderen Stellen wieder gebildet werden, bleiben die Wachstumsmuster in den Zähnen, etwa die Anordnung der Schmelzprismen, zeitlebens erhalten.“[2]
[1] Die Schmelzprismen des Zahnschmelzes werden ontogenetisch im Ektoderm von Adamantoblasten durch Biomineralisation gebildet.[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Schmelzprismen
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schmelzprisma
[1] Wolfgang Gühring, Joachim Barth, Anatomie: spezielle Biologie des Kausystems, 1992, Verlag Neuer Merkur, ISBN 978-3-921280-84-3, Seiten 161 ff.

Quellen:

  1. Steiniger, Birte et al., Mikroskopische Anatomie der Zähne und des Parodonts, Thieme Verlag Stuttgart, 2010, DOI: 10.1055/b-0034-41740, Seite 13 ff. Eingeschränkte Vorschau
  2. Friedemann Schrenk: Die Frühzeit des Menschen. Der Weg zum Homo sapiens. 4., neu bearbeitete Auflage. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-48030-6, Seite 83
  3. Ulrich Lehmann: Paläontologisches Wörterbuch. 4. Auflage, Enke Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 9783662456057, Seite 213.