Schmarotzer

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Schmarotzer (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Schmarotzer die Schmarotzer
Genitiv des Schmarotzers der Schmarotzer
Dativ dem Schmarotzer den Schmarotzern
Akkusativ den Schmarotzer die Schmarotzer

Worttrennung:

Schma·rot·zer, Plural: Schma·rot·zer

Aussprache:

IPA: [ʃmaˈʀɔʦɐ], Plural: [ʃmaˈʀɔʦɐ]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] faule Person, die vom Geld, von der Arbeit anderer lebt
[2] Biologie: Organismus, der seine Nahrung (zum einseitigen Nutzen) auf Kosten anderer Pflanzen oder Tiere gewinnt, indem er auf oder in ihnen lebt

Herkunft:

Schmarotzer stammt vom Verb schmarotzen ab. Vorformen waren Smorotzer (Bettler) im 15. Jahrhundert und Schmorotzer (Knauser) im 16. Jahrhundert. Die naturwissenschaftliche Bedeutung ‚Parasit‘ existiert seit etwa 1800.[1]

Synonyme:

[1] Nassauer, Parasit, Schnorrer
[2] Parasit

Gegenwörter:

[2] Wirt

Weibliche Wortformen:

[1] Schmarotzerin

Beispiele:

[1] Er muss nicht arbeiten, denn er hat einen reichen Onkel und lebt wunderbar als Schmarotzer.
[1] „‚Hoho, man will Sex und bekommt nichts als einen Schmarotzer, das kennen wir doch‘, so rufen die anderen, und schauen abfällig auf den Lebensabschnittsgefährten, der schlaff und arbeitslos auf der Couch herumschimmelt.“[2]
[1] „In den Augen dieser Wilden war er nicht mehr länger ein Schmarotzer.“[3]
[2] Misteln leben als Schmarotzer auf Bäumen.
[2] „Auch die Vanille-Orchideen wachsen als schlingende Schmarotzer in der Luft, während Zimt sich als dünne Rindenschicht von den Stämmen des Zimtbaums abschälen lässt, prompt in seine bekannte Form zusammenrollt und schon leicht typisch riecht.“[4]

Wortbildungen:

[1] schmarotzerhaft, Schmarotzertum
[2] Halbschmarotzer

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[2] Wikipedia-Artikel „Schmarotzer
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Schmarotzer
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schmarotzer
[2] canoo.net „Schmarotzer
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchmarotzer
[1, 2] The Free Dictionary „Schmarotzer

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, unter „schmarotzen“, Seite 1220
  2. Wortschatz-Lexikon Uni Leipzig, Quelle: fr-aktuell.de vom 12.01.2005
  3. Juri Rytchëu: Traum im Polarnebel. Unionsverlag, Zürich 1991, ISBN 978-3-293-20351-8, Seite 93
  4. Wortschatz-Lexikon Uni Leipzig, Quelle: spiegel.de vom 30.08.2005