Schlagobers

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Schlagobers (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Schlagobers
Genitiv des Schlagobers
Dativ dem Schlagobers
Akkusativ das Schlagobers

Worttrennung:

Schlag·obers, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈʃlaːkˌʔoːbɐs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Schlagobers (Info)

Bedeutungen:

[1] österreichisch: gesüßte Sahne, die schaumig geschlagen wurde

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Verbstamm von schlagen und dem Substantiv Obers

Synonyme:

[1] Schlag, Schlagrahm, Schlagsahne, süße Sahne

Oberbegriffe:

[1] Sahne, Milchprodukt

Beispiele:

[1] Die Beichte eines armen kleinen Mädchens, das immer Hunger hat, sich nach Schlagobers und ganzen Strümpfen sehnt, genäschig und lüstern, aber wahrhaft nicht schlimmer ist, als es andere kleine Mädchen sind, und langsam, aber sicher, Schritt für Schritt den Verführungen eines alten Wüstlings erliegt.[1]
[1] „Der Untergang der alten Jerusalemer Elite, mit deren altgewordenen, melancholischen Söhnen ich gerade Apfelstrudel mit Schlagobers aß, hatte mit der Flucht aus ihren Villen im Westen begonnen.“[2]

Wortbildungen:

Schlagobershaube, Schlagoberstorte

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Es gibt (noch) keinen Wikipedia-Artikel „Schlagobers“, das gleichnamige Lemma im Schwesterprojekt leitet auf Schlagsahne weiter.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schlagobers
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchlagobers
[1] The Free Dictionary „Schlagobers
[1] Wilfried Seibicke: Wie sagt man anderswo? Landschaftliche Unterschiede im deutschen Sprachgebrauch. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1983, ISBN 3-411-01978-6, Seite 131, Artikel „Sahne“, dort auch der österreichische Begriff „Schlagobers“

Quellen:

  1. Hugo Bettauer: Die freudlose Gasse. In: Projekt Gutenberg-DE. Kapitel 16: Eine Enttäuschung und ihre Folgen (URL).
  2. Wolfgang Büscher: Ein Frühling in Jerusalem. Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-87134-784-9, Seite 37f.