Schisslaweng

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Schisslaweng (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Schisslaweng
Genitiv des Schisslaweng
Dativ dem Schisslaweng
Akkusativ den Schisslaweng

Anmerkung:

Der Küpper gibt leider keine Angaben zum Flexionsmuster des Lemmas an, sodass hier bewusst auf das Anführen einer Pluralform verzichtet werden musste. Obwohl eine fehlerhafte Analogiebildung nicht auszuschließen ist, wurde in manchen Fällen die Genitivform aus anderen Wörterbüchern, so sie denn das Lemma enthalten, übernommen.

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

Schißlaweng

Nebenformen:

Cislaweng, Zislaweng

Worttrennung:

Schiss·la·weng, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˌʃɪslaˈvɛŋ]
Hörbeispiele:
Reime: -ɛŋ

Bedeutungen:

[1] berlinisch, umgangssprachlich; zumeist in den Fügungen »mit Schisslaweng« und »mit einem Schisslaweng«: mitreißende Begeisterung; kleiner Kunstgriff

Herkunft:

seit dem späten 19. Jahrhundert bezeugt[1]; für Näheres siehe »Zislaweng«

Synonyme:

[1] Elan, Schwung, Temperament; Dreh, Kniff, Trick

Beispiele:

[1] „Alle Welt duzt sich, kreuz und quer, ohne jeden Schißlaweng.[2]
[1] „Und dann sagt er es noch mal, bayerisch-bodenständig: ‚Ich habe einfach den richtigen Schisslaweng drauf.‘“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Schisslaweng, mit einem Schisslaweng

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1461
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 1217
[1] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 6. Nachdruck der 1. Auflage. Klett, Stuttgart u.a. 1997, ISBN 3-12-570600-9, Artikel »Schißlaweng«
[1] Hans Meyer, Siegfried Mauermann, Walther Kiaulehn: Der richtige Berliner in Wörtern und Redensarten, Neuausgabe der 10. Auflage, C. H. Beck, München 1985. Seite 161. ISBN 340630611X
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchisslaweng

Quellen:

  1. Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 6. Nachdruck der 1. Auflage. Klett, Stuttgart u.a. 1997, ISBN 3-12-570600-9, Artikel »Schißlaweng«
  2. Marlene Faber: Stilisierung und Collage. Sprachpragmatische Untersuchung zum dramatischen Werk von Botho Strauss, Peter Lang Verlag, Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Paris, Wien 1994. Seite 191. ISBN 3631476523. Zitiert nach Google Books
  3. Kulturspiegel: das Programm-Magazin, Band 2001, Spiegel-Verlag, 2002. Seite 24. Zitiert nach Google Books

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Lamäng, Cislaweng, Zislaweng