Sandhi

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Sandhi (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m, n[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2

Plural

Nominativ der Sandhi das Sandhi

die Sandhis

Genitiv des Sandhi
des Sandhis
des Sandhi
des Sandhis

der Sandhis

Dativ dem Sandhi dem Sandhi

den Sandhis

Akkusativ den Sandhi das Sandhi

die Sandhis

Anmerkung:

Duden Online gibt ebenso wie andere Wörterbücher an, das Wort habe im Genitiv Singular keine eigene Endung und keinen Plural. Der Text, aus dem der erste Beispielsatz stammt, zeigt, dass es auch eine Endung im Genitiv Singular hat und im Plural vorkommt.

Worttrennung:

San·dhi, Plural: San·dhis

Aussprache:

IPA: [ˈzandi]
Hörbeispiele:
Reime: -andi

Bedeutungen:

[1] Linguistik: lautliche Veränderung eines Anlauts unter dem Einfluss eines vorausgehenden Auslauts oder eines Auslauts unter Einfluss eines folgenden Anlauts im Wort oder zwischen Wörtern

Herkunft:

von sanskritisch संधि (saṃdhi) → sa „Verbindung, Vereinigung“ entlehnt. Das Wort stammt aus der altindischen Grammatik.[1][2]

Unterbegriffe:

[1] Assimilation, Liaison
[1] Anlauts-Sandhi, Auslauts-Sandhi, externer Sandhi, Inlauts-Sandhi, interner Sandhi, Satzsandhi, Ton-Sandhi, Wortsandhi

Beispiele:

[1] „Einen Sonderfall bilden die Sandhis, die einen konsonantischen Wortanlaut verändern.“[3]
[1] „Eine nennenswerte allgemeine Theorie des Sandhi gibt es noch nicht, sondern nur mehr oder minder ausführliche Beschreibungen der Sandhi-Systeme einzelner Sprachen.“[4]
[1] „Das Vorhandensein von »stillen« Halbbeats, also Disjunktur, verhindert, ihr Fehlen, also Junktur, ermöglicht den externen Sandhi (zwischen Wörtern) und die damit verbundenen segmentalen Erscheinungen wie Assimilation, Reduktion und Schwund von Konsonanten und Vokalen an syntaktischen Nahtstellen.“[5]

Wortbildungen:

Sandhiregel/Sandhi-Regel

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Sandhi
[1] Duden online „Sandhi
[1] Helmut Glück (Herausgeber): Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005, ISBN 978-3-476-02056-7, Stichwort: „Sandhi“.
[1] Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. 4., neu bearbeitete Auflage Quelle & Meyer, Heidelberg 1985, Stichwort: „Sandhi“. ISBN 3-494-02050-7.

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort Sandhi.
  2. Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. Stichwort: „Sandhi“. ISBN 3-520-45203-0.
  3. FU Berlin: Sprachanalyse und Codierung der Sanskrit-Grammatik Zugriff 17.1.13.
  4. Renate Bartsch, Theo Vennemann: Sprachtheorie. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 57-82, Zitat Seite 73. ISBN 3-484-10389-2.
  5. Heikki J. Hakkarainen: Phonetik des Deutschen. Fink, München 1995, Seite 148. ISBN 3-8252-1835-X.