Sadist

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Sadist (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Sadist die Sadisten
Genitiv des Sadisten der Sadisten
Dativ dem Sadisten den Sadisten
Akkusativ den Sadisten die Sadisten

Worttrennung:

Sa·dist, Plural: Sa·dis·ten

Aussprache:

IPA: [zaˈdɪst]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Sadist (Info)
Reime: -ɪst

Bedeutungen:

[1] Person, die Lustgewinn daraus zieht, andere zu quälen

Herkunft:

belegt seit Ende des 19. Jahrhunderts[1]
Das Wort ist eine Ableitung vom Stamm des Namens Sade[2] mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ist.

Sinnverwandte Wörter:

[1] Folterer, Quäler, Schinder

Gegenwörter:

[1] Masochist

Weibliche Wortformen:

[1] Sadistin

Beispiele:

[1] „Schon am Nachmittag nach diesem feierlichen Treueschwur, den wir vor einem Korvettenkapitän, unserem Kompaniechef und einigen Marineoffizieren leisten mussten, entpuppten sich einige unserer Ausbilder als einfallsreiche Sadisten.“[3]
[1] „Ob Reinhold Sadist von Anlage war, weiß er nicht.“[4]
[1] „Er weckte immer den guten Sadisten in mir.“[5]
[1] „Irgendwann würde ich so weit sein, daß ich Kinkel anpumpte, auch Sommerwild und sogar diesen Sadisten Fredebeul, der mir wahrscheinlich ein Fünfmarkstück vor die Nase halten und mich zwingen würde, danach zu springen.“[6]

Wortbildungen:

sadistisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Sadist
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sadist
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSadist
[1] The Free Dictionary „Sadist
[1] Duden online „Sadist

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Sadismus“.
  2. vollständig: Donatien Alphonse François de Sade
  3. Klaus Willmann: Das Boot U 188. Zeitzeugenbericht aus dem Zweiten Weltkrieg. Rosenheimer, Rosenheim 2008, Seite 20. ISBN 978-3-475-53954-1. Falsche Flexionsendung entfernt.
  4. Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1965, ISBN 3-423-00295-6, Seite 407. Erstveröffentlichung 1929.
  5. J. D. Salinger: Der Fänger im Roggen. Roman. 19. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2014, ISBN 978-3-499-23539-9, Seite 35. Englisches Original 1951.
  6. Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns. Roman. Insel, Leipzig 1990, ISBN 3-7351-0161-5, Seite 246.