Riedel

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Riedel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Riedel die Riedel
Genitiv des Riedels der Riedel
Dativ dem Riedel den Riedeln
Akkusativ den Riedel die Riedel

Worttrennung:

Rie·del, Plural: Rie·del

Aussprache:

IPA: [ˈʀiːdl̩]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Geografie: flacher, schmaler, langgestreckter Geländerücken zwischen zwei Tälern

Oberbegriffe:

[1] Bergrücken, Geländerücken

Beispiele:

[1] Die weichen Teile eines Riedels werden mehr durch Erosion angegriffen.

Wortbildungen:

Riedelgebiet, Riedellandschaft

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Riedel
[1] canoo.net „Riedel
[1] Duden online „Riedel

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Riedel
(Riedel)
die Riedel
(Riedel)
die Riedels die Riedel
Genitiv des Riedel
des Riedels
(Riedels)
der Riedel
(Riedel)
der Riedels der Riedel
Dativ dem Riedel
(Riedel)
der Riedel
(Riedel)
den Riedels den Riedel
Akkusativ den Riedel
(Riedel)
die Riedel
(Riedel)
die Riedels die Riedel
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen
[1] geografische Verteilung des Nachnamens Riedel in Deutschland
[1] geografische Verteilung des Nachnamens Riedel in Österreich

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Riedel“ – für männliche Einzelpersonen, die „Riedel“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Riedel“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Riedel“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Rie·del, Plural: Rie·dels

Aussprache:

IPA: [ˈʀiːdl̩], Plural: [ˈʀiːdl̩s]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] deutscher Familienname

Herkunft:

  1. Kurzform zum Personennamen Hruodilo, einer Kurzform zu Personennamen mit dem Bildungselement „hrod“ wie Rudolf oder Rüdiger von altnordisch hrōdher, angelsächsisch hrēd „Ruhm; Sieg“[1][2][3]
  2. Übername zu bairisch rīdel „Wulst, Flechtwerk“[1]
  3. Wohnstättenname zu bairisch rīdel „Anhöhe, Riegel“[1]
  4. Bildung zum wendischen Personennamen Gredel „Haspel“[1]
  5. Bildung zum Wohnstättennamen am Ried „Schilfrohr“ mit l-Suffix[2][3]

Namensvarianten:

[1] Redel, Riedl, Riedle, Rüdel, Ruidl

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

August Riedel (1799–1883), deutscher Maler
Lars Riedel (* 1967), deutscher Diskuswerfer
Lutz Riedel (* 1947), deutscher Schauspieler

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Riedel (Familienname)
[1] Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt. Gondrom Verlag, Bindlach 1991, 1993, 2004, ISBN 3-8112-0294-4, Seite 417
[1] Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4, Seite 541
[1] Anton Feinig, Tatjana Feinig: Familiennamen in Kärnten und den benachbarten Regionen. Hermagoras, Klagenfurt-Ljubljana-Wien 2005, ISBN 3-7086-0104-1, Seite 231
[1] Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde. 6. Auflage. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018032-4, Seite 409
[1] Albert Heintze; Paul Cascorbi (Herausgeber): Die Deutschen Familiennamen. geschichtlich, geographisch, sprachlich. 4. Auflage. Buchhandlung des Waisenhauses, Halle a. d. S. 1914, Seite 182
[1] Kaspar Linnartz: Unsere Familiennamen. Aus deutschen u. fremden Vornamen im ABC erklärt. 2. Auflage. Band 2, Ferdinand Dümmler Verlag, Bonn und Berlin 1944, Seite 107 und 109
[1] Hubert Klausmann: Atlas der Familiennamen von Bayern. Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0225-2, Seite 51
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonRiedel
[1] Verein für Computergenealogie: MetasucheRiedel

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde. 6. Auflage. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018032-4
  2. 2,0 2,1 Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4
  3. 3,0 3,1 Hubert Klausmann: Atlas der Familiennamen von Bayern. Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0225-2


Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Riegel, Riesel
Anagramme: leider