Raumspiel

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Raumspiel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Raumspiel

die Raumspiele

Genitiv des Raumspieles
des Raumspiels

der Raumspiele

Dativ dem Raumspiel
dem Raumspiele

den Raumspielen

Akkusativ das Raumspiel

die Raumspiele

[3] Raumspiel in der Kinderstube (Gemälde von Fritz v. Uhde 1889)

Worttrennung:
Raum·spiel, Plural: Raum·spie·le

Aussprache:
IPA: [ˈʁaʊ̯mˌʃpiːl]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] Kunst, Literatur, Musik: künstlerische Bewegung in abgegrenztem Rahmen, Spiel mit Räumlichkeiten, inszenierte Räume
[2] Sport: großflächiges Ausnutzen des Spielfeldes bei Bewegungsspielen für taktische Kombinationen, Distanzspiel
[3] Spiel in und mit einem abgegrenzten, geschlossenem Bereich, Indoorspiel

Herkunft:
Determinativkompositum aus den Substantiven Raum und Spiel

Sinnverwandte Wörter:
[2] Distanzspiel

Gegenwörter:
[2] engmaschiges Spiel
[3] Freiluftspiel, Outdoorspiel

Oberbegriffe:
[1] Spiel

Unterbegriffe:
[3] Hallenspiel, Hüttenspiel, Stubenspiel

Beispiele:
[1] „Derart läßt sich der Besucher auf ein verwirrendes Raumspiel ein.“[1]
[1] „Unter Raumspielen im engeren Sinne sind an dieser Stelle Raumspiele zu verstehen, bei denen vorrangig bühnentechnische oder aber auch filmtechnische Spielbewegungen im Vordergrund stehen.“[2]
[1] „Aus diesem ‚Raumspiel‘ ist Ernst geworden.“[3]
[1] „In Jesus Raphael Sotos begehbarem Wald aus Schnüren wird Spielraum und Raumspiel zum Erlebnis.“[4]
[1] „Der Sammelband erschließt das Begriffspaar von Spielraum und Raumspiel durch theoretische Grundlagen sowie exemplarische Analysen deutschsprachiger, französischer, (hispano)amerikanischer und afrikanischer Texte erstmals für die Literaturwissenschaft.“[5]
[2] „Dafür schoß man den Ball sooft wie möglich über die Mittellinie hin und her oder auch mal zurück in die eigene Hälfte (Raumspiel).“[6]
[2] weitere Literaturbeispiele erwünscht
[3] „In diesem Kapitel werden Spielweisen wie das Raumspiel beschrieben, die bereits im 2. Lebensjahr auftreten und die sich im Alter von 3 und 4 Jahren weiterentwickeln.“[7]
[3] weitere Literaturbeispiele erwünscht

Wortbildungen:
Raumspielkunst

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Raumspiel
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Raumspiel

Quellen:

  1. Angelika Storm-Rusche: Das Spiel der Spiegelungen. Berliner Zeitung, Berlin 31.07.1996, Seite.
  2. Franziska Sick: Raum und Objekt im Werk von Samuel Beckett. transcript, Bielefeld 2011, Seite 45.
  3. Gottfried Sello: Moderne Kunst ist Kunst am Bau. In: Zeit Online. 18. Juli 29/1957, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 1. Juli 2018).
  4. Unknown: Kunstkalender. In: Zeit Online. 8. Oktober 1982, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 1. Juli 2018).
  5. Julia Dettke: Spielräume & Raumspiele in der Literatur. Königshausen & Neumann, Würzburg 2016, Seite.
  6. Unknown: DAS LETZTE. In: Zeit Online. 22. Juli 1994, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 1. Juli 2018).
  7. Remo H. Largo: Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. Piper, München 2017, Seite 9.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: Spielraum