Raubdruck

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Raubdruck (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Raubdruck

die Raubdrucke

Genitiv des Raubdruckes
des Raubdrucks

der Raubdrucke

Dativ dem Raubdruck
dem Raubdrucke

den Raubdrucken

Akkusativ den Raubdruck

die Raubdrucke

Worttrennung:

Raub·druck, Plural: Raub·dru·cke

Aussprache:

IPA: [ˈʁaʊ̯pˌdʁʊk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Raubdruck (Info)

Bedeutungen:

[1] der unberechtigte Nachdruck eines Druckwerks, zum Beispiel durch einen Konkurrenzverlag, der in der Regel dabei seine eigene Identität verschleiert

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus Raub und Druck

Oberbegriffe:

Buchdruck, Urheberrecht, geistiges Eigentum

Beispiele:

[1] Kurz nach Erscheinung seines neuesten Romans wurde der Markt mit Raubdrucken überschwemmt.
[1] Im neuen § 108 des UrhG ist Raubdruck nunmehr ein Offizialdelikt und nicht mehr nur ein Antragsdelikt.
[1] „Gottfried August Bürger, dem es trotz des Erfolgs seiner Münchhausengeschichten nie gelang, sich am eigenen Schopf finanziell aus dem Sumpf zu ziehen, publizierte beispielsweise den Vorschlag einer Assekuranzkasse, mit der die Einnahmeausfälle durch Raubdrucke versichert werden sollten.“[1]
[1] „Ein Druckexemplar des Buches ohne diesen Fehler wäre unschwer als Raubdruck zu erkennen, wenn der scheinbare Fehler versehentlich korrigiert wurde.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Raubdruck
[1] Duden online „Raubdruck
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Raubdruck
[1] The Free Dictionary „Raubdruck
[1] Duden online „Raubdruck

Quellen:

  1. Bruno Preisendörfer: Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben. Galiani, Berlin 2012, ISBN 978-3-86971-060-0, Seite 234.
  2. Fabian Brackhane: Mit Leichen, aber ohne Zwiebelfische. In: Sprachreport. Nummer Heft 4, 2015, Seite 28-32, Zitat Seite 31.