Quantensprung

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Quantensprung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Quantensprung die Quantensprünge
Genitiv des Quantensprunges
des Quantensprungs
der Quantensprünge
Dativ dem Quantensprung
dem Quantensprunge
den Quantensprüngen
Akkusativ den Quantensprung die Quantensprünge

Worttrennung:

Quan·ten·sprung, Plural: Quan·ten·sprün·ge

Aussprache:

IPA: [ˈkvantn̩ˌʃpʀʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Quantensprung (Info)

Bedeutungen:

[1] Physik: in der Teilchenphysik ein plötzlicher Übergang ohne Zeitverlauf von einem Quantenzustand in einen anderen
[2] im übertragenen Sinne fälschlich: großer Fortschritt, grundlegende Veränderung

Herkunft:

zusammengesetzt aus den Substantiven Quant und Sprung mit dem Fugenelement -en

Synonyme:

[2] Durchbruch, Paradigmenwechsel, Revolution

Beispiele:

[1] In atomaren Systemen sind Quantensprünge etwas vollkommen normales.
[1, 2] „Immer wieder werden Probleme, die nicht so ohne Weiteres widerspruchsfrei zu machen sind, als analog zur Quantenmechanik eingestuft und Begriffe wie ‚Komplementarität‘ oder ‚Dualismus‘ sind neben dem (oft leider fälschlich verwendeten) ‚Quantensprung‘ in die Alltagssprache aufgenommen worden.“[1]
[2] Die Entwicklung des Ottomotors war ein Quantensprung in der Geschichte des Individualverkehrs.
[2] „Wenn Politiker fälschlich von einem ‚Quantensprung‘ sprechen, haben sie meist dieses Bild vor Augen: Vorher hatten wir nur mit einzelnen Groschen gehandelt, jetzt aber nehmen wir einen Schilling in die Hand.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Quantensprung
[1, 2] Duden online „Quantensprung
[*] canoo.net „Quantensprung
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonQuantensprung
[2] The Free Dictionary „Quantensprung

Quellen:

  1. Herbert Pietschmann: Quantenmechanik verstehen: Eine Einführung in den Welle-Teilchen-Dualismus für Lehrer und Studierende. Springer, 2011, Seite 120 (Google Books, abgerufen am 27. Mai 2016)
  2. Rudolf Taschner: Befremdlich, aufschlussreich, korrigierbar: Von Fehlern, fünfter Teil. In: DiePresse.com. 2. August 2012 (URL, abgerufen am 24. August 2016).