Protosprache

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Protosprache (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Protosprache

die Protosprachen

Genitiv der Protosprache

der Protosprachen

Dativ der Protosprache

den Protosprachen

Akkusativ die Protosprache

die Protosprachen

Alternative Schreibweisen:

Proto-Sprache

Worttrennung:

Pro·to·spra·che, Plural: Pro·to·spra·chen

Aussprache:

IPA: [ˈpʁoːtoˌʃpʁaːxə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Protosprache (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: die – meist nicht schriftlich überlieferte, sondern durch Rekonstruktion erschlossene – Sprache, aus der heraus sich im Lauf der Zeit Tochtersprachen entwickelt haben, die zusammen mit der Protosprache eine Sprachfamilie bilden

Synonyme:

[1] Grundsprache, Ursprache

Gegenwörter:

[1] Tochtersprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Unterbegriffe:

[1] Protogermanisch

Beispiele:

[1] „Die meisten Familien allerdings beinhalten mehrere Sprachen, deren Ähnlichkeiten auf einen gemeinsamen Ursprung, die Protosprache der Familie zurückgehen.“[1]
[1] „Die von den Russen angewandte Methode beruht auf der Rekonstruktion der Protosprache jeder Familie, das heißt der hypothetischen Ursprache, von der die verschiedenen modernen Sprachen abstammen (…).“[2]
[1] „Frauen ahmten die Männer nach, wenn auch in höheren Stimmlagen, so sei die Protosprache denn auch viel gefälliger geworden.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Protosprache
[1] Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. Stichwort: „Proto(-Sprache)“. ISBN 3-520-45203-0.
[1] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Protosprache“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.

Quellen:

  1. http://www.hgklein.de/romsem/propaedeutikum/seite1/seite13.htm
  2. Luca und Francesco Cavalli-Sforza: Verschieden und doch gleich. Ein Genetiker entzieht dem Rassismus die Grundlage. Droemer Knaur, München 1994, Seite 283. ISBN 3-426-26804-3.
  3. Tom Wolfe: Das Königreich der Sprache. Blessing, München 2017, ISBN 978-3-89667-588-0, Zitat Seite 88. Englisch The Kingdom of Language, 2016.