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Pinkel

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Singular Plural
Nominativ der Pinkel die Pinkel
Genitiv des Pinkels der Pinkel
Dativ dem Pinkel den Pinkeln
Akkusativ den Pinkel die Pinkel

Worttrennung:

Pin·kel, Plural: Pin·kel

Aussprache:

IPA: [ˈpɪŋkl̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Pinkel (Info)
Reime: -ɪŋkl̩

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: jemand, der sich für vornehm hält und übertrieben so aufführt

Herkunft:

im 20. Jahrhundert aus dem Niederdeutschen übernommen, von ostfriesisch pinkel „kleiner Finger, Geschlechtsglied“[1][2]

Oberbegriffe:

[1] Mann

Beispiele:

[1] Dein neuer Verlobter ist aber ein feiner Pinkel.
[1] „Das war ein feiner Pinkel, der beim Aufzeigen immer mit den Fingern schnippte.“[3]
[1] „An ihrer Stelle, neben Schlump, setzte sich ein feiner Pinkel hin, mit hohem Kragen und flottem Mundwerk.“[4]
[1] „Man bekommt mehr Subventionen und bessere Kredite, gilt als feinerer Pinkel und braucht im Herbst nicht seine Freunde zu schlachten.“[5]

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pinkel
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalPinkel
[1] The Free Dictionary „Pinkel
[1] Duden online „Pinkel_Mann_Herr

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Pinkel“, Seite 703. Kluge hat als ostfriesisches Wort pink.
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4, Stichwort: „1Pinkel“.
  3. Gerhard Henschel: Kindheitsroman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-03171-4, Seite 184.
  4. Hans Herbert Grimm: Schlump. Roman. 2. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04609-0, Seite 250. Erstauflage 1928.
  5. Jón Kalman Stefánsson: Dein Fortsein ist Finsternis. Roman. Piper, München 2024 (übersetzt von Karl-Ludwig Wetzig), ISBN 978-3-492-32059-7, Seite 136. Isländisch 2020.
Singular Plural
Nominativ die Pinkel die Pinkel
Genitiv der Pinkel der Pinkel
Dativ der Pinkel den Pinkeln
Akkusativ die Pinkel die Pinkel
[1] Pinkel mit Grünkohl

Worttrennung:

Pin·kel, Plural: Pin·kel

Aussprache:

IPA: [ˈpɪŋkl̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Pinkel (Info)
Reime: -ɪŋkl̩

Bedeutungen:

[1] Gastronomie: geräucherte Kohlwurst

Herkunft:

Das Wort geht auf ostfriesisch pinkel „eigentliche Bedeutung: Mastdarm“ zurück.[1]

Synonyme:

[1] Pinkelwurst

Oberbegriffe:

[1] Wurst

Beispiele:

[1] Als Tagesgericht servieren wir Grünkohl und Pinkel.

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Pinkel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pinkel
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalPinkel
[1] The Free Dictionary „Pinkel
[1] Duden online „Pinkel_Wurst

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4, Stichwort: „2Pinkel“.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: pinkle