Pergament

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Pergament (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Pergament die Pergamente
Genitiv des Pergaments
des Pergamentes
der Pergamente
Dativ dem Pergament den Pergamenten
Akkusativ das Pergament die Pergamente
[1] Pergament im Papier Museum in Atlanta
[2] das Rolandslied auf Pergament

Worttrennung:

Per·ga·ment, Plural: Per·ga·men·te

Aussprache:

IPA: [pɛʁɡaˈmɛnt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Pergament (Info)
Reime: -ɛnt

Bedeutungen:

[1] zum Schreiben bearbeitete Tierhaut
[2] beschriebene Tierhaut

Herkunft:

mittelhochdeutsch pergamente, im 13. Jahrhundert entlehnt von mittellateinisch pergamen(t)um → la, dies zu charta Pergamēna → laPapier aus Pergamon“, wo man die Verarbeitung von Tierhäuten zu Schreibmaterial entwickelt hatte; zugrunde liegt der Name der Stadt Pergamon Πέργαμον (Pérgamon) → grc[1][2]

Beispiele:

[1] Sehr wertvolle Bücher wurden früher mit Pergament eingebunden.
[1] „Das Pergament der Handschriften wurde aus Kalbs- oder Schafsleder gewonnen.“[3]
[1] „Er feuchtete mit der Zunge die Fingerspitze und mit der Fingerspitze vorsichtig eine Stelle des Pergaments der Fensterfüllung an, bis sich die Stelle erweichte und zum Guckloch auftat.“[4]
[2] In der Bibliothek werden auch alte Pergamente ausgestellt.
[2] „Die angebliche Kraft des Pergamentes bestand darin, dem Träger die Herzen aller Frauen zuzuwenden.“[5]

Wortbildungen:

[1] Pergamentband, Pergamentpapier

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Pergament
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pergament
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Pergament
[1, 2] The Free Dictionary „Pergament
[1, 2] Duden online „Pergament
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalPergament

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 1025
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Pergament“, Seite 690.
  3. Ulrike Peters: Kelten. Ein Schnellkurs. DuMont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9319-5, Seite 133.
  4. Li Yü: Jou Pu Tuan (Andachtsmatten aus Fleisch). Ein erotischer Roman aus der Ming-Zeit. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1979 (übersetzt von Franz Kuhn), ISBN 3-596-22451-9, Seite 262. Chinesisches Original 1634.
  5. Giacomo Casanova: Geschichte meines Lebens, herausgegeben von Erich Loos, Band II. Propyläen, Berlin 1985 (Neuausgabe) (übersetzt von Heinz von Sauter), Seite 75.