Paternosterbaum

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Paternosterbaum (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Paternosterbaum

die Paternosterbäume

Genitiv des Paternosterbaums
des Paternosterbaumes

der Paternosterbäume

Dativ dem Paternosterbaum
dem Paternosterbaume

den Paternosterbäumen

Akkusativ den Paternosterbaum

die Paternosterbäume

Worttrennung:

Pa·ter·nos·ter·baum, Plural: Pa·ter·nos·ter·bäu·me

Aussprache:

IPA: [patɐˈnɔstɐˌbaʊ̯m], [paːtɐˈnɔstɐˌbaʊ̯m]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Botanik: (ursprünglich aus dem Süden und Südosten Asiens stammender) kleiner bis mittelgroßer, sommergrüner Baum mit zierlichem, eschenartigem Laub, fliederartig duftenden, violetten Blüten, leuchtend gelben Früchten und mit für den Menschen giftigen Samen (Melia azedarach)

Herkunft:

Mönche südeuropäischer Klöster fädelten früher die Steinkerne zu Rosenkränzen.[1] Daher stammt wohl das Motiv, ihn Paternosterbaum zu benennen.

Synonyme:

[1] Chinesischer Holunder, Indischer Zederachbaum, Paradiesbaum, Persischer Flieder, Zedrachbaum

Oberbegriffe:

[1] Baum

Beispiele:

[1] „Eine Gruppe von Männern, Frauen und Kindern stapelte die grünen Stämme der Bäume, der Zedern, Zypressen, Paternosterbäume, dann brachen sie sie in kleine Stücke, luden sie auf Karren und transportierten sie … wohin?“[2]
[1] „Als ich dieses Haus bezog, stand in seinem Garten ein großer Paternosterbaum.[3]
[1] „Ein hundertjähriger Paternosterbaum starb den langsamen Tod aller Bäume, umrankt von einem jungen farbenprächtigen Feigenbaum. Die beiden standen einsam umschlungen in der Landschaft, aber in Wirklichkeit erdrosselte der Ficus den Paternosterbaum in Zeitlupe, während andere Parasiten, Pilze und Ungeziefer unbekümmert an ihren Stämmen und Wurzeln wucherten.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Zedrachbaum
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Paternosterbaum“ (Korpus)
[*] wissen.de – Lexikon „Paternosterbaum
[1] Margot Spohn, Roland Sophn: Kosmos-Baumführer Europa. 680 Bäume, 2600 Zeichnungen. Franckh-Kosmos Verlags-Gmbh & Co. KG, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-440-14647-7, Seite 164 (Google Books).

Quellen:

  1. Margot Spohn, Roland Sophn: Kosmos-Baumführer Europa. 680 Bäume, 2600 Zeichnungen. Franckh-Kosmos Verlags-Gmbh & Co. KG, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-440-14647-7, Seite 164 (Zitiert nach Google Books).
  2. Niroz Malek: Brennholz. In: Der Spaziergänger von Aleppo. Miniaturen. 2. Auflage. Weidle Verlag, Bonn 2017 (Originaltitel: تحت سماء الحرب, übersetzt von Larissa Bender aus dem Arabischen), ISBN 978-3-938803-83-7, Seite 24.
  3. Meir Shalev; Refaella Shir (Illustratorin): Mein Wildgarten. 1. Auflage. Diogenes, Zürich 2017 (Originaltitel: גינת בר, übersetzt von Ruth Achlama aus dem Hebräischen), ISBN 978-3-257-60788-8, Seite [ohne Seitenzahl] (E-Book; zitiert nach Google Books).
  4. Daniel Galera: So enden wir. Roman. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Berlin 2018 (Originaltitel: Meia-Noite e Vinte, übersetzt von Nicolai von Schweder-Schreiner aus dem brasilianischen Portugiesisch), ISBN 978-3-518-75699-7, Seite [ohne Seitenangabe] (E-Book; zitiert nach Google Books).