Neuhochdeutsch

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Neuhochdeutsch (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2 Plural
Nominativ (das) Neuhochdeutsch das Neuhochdeutsche
Genitiv (des) Neuhochdeutsch
(des) Neuhochdeutschs
des Neuhochdeutschen
Dativ (dem) Neuhochdeutsch dem Neuhochdeutschen
Akkusativ (das) Neuhochdeutsch das Neuhochdeutsche

Anmerkung:

Die Form „das Neuhochdeutsche“ wird nur mit bestimmtem Artikel verwendet. Die Form „Neuhochdeutsch“ wird sowohl mit als auch ohne bestimmten Artikel verwendet.

Worttrennung:

Neu·hoch·deutsch, Singular 2: das Neu·hoch·deut·sche, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈnɔɪ̯hoːχˌdɔɪ̯ʧ]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Linguistik: sprachhistorischer Begriff für die heutige Standardsprache im deutschsprachigen Raum ab etwa 16./ 17. Jahrhundert

Abkürzungen:

nhd.

Herkunft:

Determinativkompositum aus neu und Hochdeutsch

Synonyme:

[1] Hochdeutsch, Neudeutsch, Standarddeutsch

Gegenwörter:

[1] Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch

Oberbegriffe:

[1] westgermanische Sprache

Beispiele:

[1] Neuhochdeutsch ist die hochdeutsche Sprache seit etwa dem 16./ 17. Jahrhundert.
[1] „Nachprüfung ergibt, daß tatsächlich fast alle mittelhochdeutschen kurzen Vokale in offenen Silben im Neuhochdeutschen gedehnt werden...“[1]
[1] „Die Eigenentwicklung der Deutschen Komponente gegenüber dem Neuhochdeutschen zeigt sich bereits im Wortschatz.“[2]
[1] „Etwas anderes war angesichts der Tatsache, daß das Jiddisch sich ohnehin vom Mittel- und nicht vom Neuhochdeutsch herleitete, und angesichts der eigenwilligen Entwicklung, die es im Osten genommen hatte, ohnehin sinnlos.“[3]
[1] „Der Wandel vom synthetischen zum analytischen Sprachbau setzt sich im Neuhochdeutschen fort und ist auch am veränderten Kasusgebrauch abzulesen.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Neuhochdeutsch
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Neuhochdeutsch
[1] canoo.net „Neuhochdeutsch

Quellen:

  1. Walter Porzig: Das Wunder der Sprache. Probleme, Methoden und Ergebnisse der modernen Sprachwissenschaft. Dritte Auflage. Francke, Bern/München 1962, Seite 287.
  2. Roland Gruschka: Westjiddisch an Rhein und Main und im übrigen Europa. In: Monika Grübel, Peter Honnen (Herausgeber): Jiddisch im Rheinland. Klartext, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0886-4, Seite 15-40, Zitat Seite 18.
  3. Salcia Landmann: Jiddisch. Das Abenteuer einer Sprache. Ullstein, Frankfurt/Main, Berlin 1988, ISBN 3-548-35240-5, Seite 83.
  4. Karsten Schröder: Neuhochdeutsch: Durchbruch zur deutschen Standardsprache. In: Konturen. Magazin für Sprache, Literatur und Landschaft. Nummer Heft 1, 1992, Seite 45-47, Zitat Seite 46.