Nasenschild

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Nasenschild (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Nasenschild

die Nasenschilder

Genitiv des Nasenschildes
des Nasenschilds

der Nasenschilder

Dativ dem Nasenschild
dem Nasenschilde

den Nasenschildern

Akkusativ den Nasenschild

die Nasenschilder

[1] Nasenschild eines Gasthauses
[1] Zünfte haben in Deutschland eine lange Tradition der Nasenschilder, hier das eines Bäckers
[1] Symbol eines Feuerlöschers auf einem roten Nasenschild

Worttrennung:

Na·sen·schild, Plural: Na·sen·schil·der

Aussprache:

IPA: [ˈnaːzn̩ˌʃɪlt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Nasenschild (Info)

Bedeutungen:

[1] Wirtschaft: Schild über einem Geschäft oder Handwerksbetrieb, das i. d. R. im 90°-Winkel an der Hauswand befestigt ist

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Nase und Schild sowie dem Fugenelement -n

Synonyme:

[1] Ausleger, Winkelschild

Sinnverwandte Wörter:

[1] Firmenschild, Werbeschild, Zunftzeichen

Oberbegriffe:

[1] Schild

Beispiele:

[1] Immobilienmakler verwenden auch heute noch Nasenschilder, um auf die zu verkaufenden Objekte aufmerksam zu machen.
[1] „Trotz oder wegen der vielen Neonlichter-Werbung kommen die sogenannten "Nasenschilder" wieder in Mode. In Wasserburg am Inn zum Beispiel geben sie der Altstadt ein mittelalterliches Flair.“[1]
[1] „Wer womöglich durch ein Fähnchen an der Hauswand auf seinen Verkauf aufmerksam macht, hat dafür Luftsteuer zu entrichten. Luftsteuer wird jährlich auch etwa für Markise und Nasenschild erhoben.“[2]
[1] „Nun entsteht auch im Gesindehaus eine Gaststätte, gleich gegenüber dem alten Gasthof Zur Post, in dem heute ein Grieche kocht. Von der alten Traditionswirtschaft soll es noch das Nasenschild (siehe Postkarte oben) geben.“[3]
[1] „Schon ein Fahrradständer auf dem Bürgersteig bedarf der Erlaubnis, erst recht z.B. sogenannte Nasenschilder, die über Kopfhöhe in den Verkehrsraum hineinragen.“[4]
[1] „Die zweisprachige Fotoausstellung zeigt die Geschichte und Ästhetik der Nasenschilder der Warschauer Altstadt.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Adjektiv: beleuchtetes / metallenes / mittelalterliches / rostendes / schmiedeeisernes / selbstklebendes / wetterfestes / wiederverwendbares Nasenschild
[1] mit Adjektiv (Form): ovales / rechteckiges / rundes Nasenschild
[1] mit Verb: ein Nasenschild aufhängen / befestigen / bedrucken / designen / entwerfen / fertigen / liefern / montieren / produzieren

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Nasenschild
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Nasenschild
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalNasenschild

Quellen:

  1. Regina Fanderl: Mittelalterliche Straßengestaltung – Renaissance der Nasenschilder. In: Bayerischer Rundfunk. 28. Juli 2018 (URL, abgerufen am 22. Juli 2019).
  2. Bettina Goldner: Einzelhandel in München – Wo Sankt Bürokratius das Sagen hat. In: sueddeutsche.de. 3. Mai 2017, ISSN 0174-4917 (Leserbrief, URL, abgerufen am 22. Juli 2019).
  3. Gudrun Passarge: Wirtshaus:Mit österreichischem Flair. In: sueddeutsche.de. 7. September 2016, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 22. Juli 2019).
  4. Vorschriften und Ausnahmen – Außenwerbung. hk24.de, Handelskammer Hamburg, Hamburg, Deutschland, abgerufen am 22. Juli 2019 (Deutsch).
  5. Nasenschilder der Warschauer Altstadt - Zeichen der Erinnerung und Zierrat. sachsen-net.com, Inhaber: Robert Wohlfahrt, Dresden, Deutschland, 2019, abgerufen am 22. Juli 2019 (Deutsch).