Mystagogie

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Mystagogie (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Mystagogie

Genitiv der Mystagogie

Dativ der Mystagogie

Akkusativ die Mystagogie

Worttrennung:

Mys·ta·go·gie, kein Plural

Aussprache:

IPA: [mʏstaɡoˈɡiː]
Hörbeispiele:
Reime: -iː

Bedeutungen:

[1] Religion: Hinführung zu einem Glaubensgeheimnis (Mysterium), so in alten, kultischen Religionen, in der modernen christlichen Theologie im Kontext der Taufkatechese

Herkunft:

griechisch
Die Herkunftsangaben dieses Eintrags sollten ergänzt werden.

Sinnverwandte Wörter:

[1] Einweihung

Beispiele:

[1] „Entsprechend dem Charakter der exemplarischen Prophetie haben die Unterscheidungslehren in Indien durchweg mehr rein praktisch-ethischen, oder, ihrer inneren Verwandtschaft mit der Mystagogie entsprechend, rituellen Charakter.“[1]
[1] „Oder aber es nimmt die Intellektuellenreligiosität die Form der Mystagogie mit einer Hierarchie von Weihen an – wie in der Gnosis und verwandten Kulten –, von deren Erreichung der unerleuchtete »Pistiker« ausgeschlossen bleibt.“[2]
[1] „Wer die Zukunft des Christentums in einer mystischen Spiritualität sieht, steht vor der Aufgabe, eine zeitgenössische Mystagogie zu entwickeln. […] Mystagogie ist die Kunst der Initiation, der Hineinführung in das Geheimnis der eigenen Existenz, insofern die meisten Menschen Begleitung auf dem Weg zur Erkenntnis ihrer eigenen Wahrheit benötigen.“[3]

Wortbildungen:

Mystagoge, mystagogisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Mystagogie
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mystagogie
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMystagogie

Quellen:

  1. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie. Besorgt von Johannes Winckelmann. Studienausgabe, Tübingen 5. Auflage 1980. Zweiter Teil, Kapitel V, § 6. Seite 280. zeno.org
  2. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie. Besorgt von Johannes Winckelmann. Studienausgabe, Tübingen 5. Auflage 1980. Zweiter Teil, Kapitel V, § 7. Seite 306. zeno.org
  3. Sabine Bobert: Mystagogie als kontextueller Rahmen einer erneuerten christlichen Mystik uni-kiel.de (PDF; 109 kB)