Mufflon

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Mufflon (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m, n[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2 Plural
Nominativ der Mufflon das Mufflon die Mufflons
Genitiv des Mufflons des Mufflons der Mufflons
Dativ dem Mufflon dem Mufflon den Mufflons
Akkusativ den Mufflon das Mufflon die Mufflons
[1] ein männlicher Mufflon im Chemnitzer Wildgatter Oberrabenstein;
Aufnahme von Benutzer Jörg Hempel am 17. September 2011

Anmerkung zum Genus:

Die konsultierten Wörterbücher geben das Wort einzig als Maskulinum aus. Der Gebrauch als Neutrum ist jedoch ebenso verbreitet (siehe Beispiele).

Worttrennung:

Muf·f·lon, Plural: Muf·f·lons

Aussprache:

IPA: [ˈmʊflɔn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Mufflon (Info)

Bedeutungen:

[1] (ursprünglich auf Korsika und Sardinien beheimatetes) braunes Wildschaf, dessen Männchen große, nach hinten gebogene und dessen Weibchen kurze, nach oben gerichtete Hörner besitzen

Herkunft:

Es handelt sich um eine Entlehnung des gleichbedeutend französischen mouflon → fr.[1][2]

Synonyme:

[1] Muffel
[1] Jägersprache: Muffeltier, Muffelwild

Oberbegriffe:

[1] Säugetier, Paarhufer, Wiederkäuer, Hörnträger, Wildschaf

Beispiele:

[1] „Man ſagt, daß der Mufflon ſehr furchtſam iſt und ſchon bei dem geringſten Geräuſch vor Angſt und Schrecken am ganzen Leibe zittert, auch ſobald als möglich flüchtet.“[3]
[1] „In der Slowakei werden gegenwärtig die Spuren starker Bären und abschußreifer Mufflons ausgekundschaftet.“[4]
[1] „Bei dem verbreiteten Usus, Zuchttiere wie Enten und Fasane, Mufflons oder Wildschweine auszusetzen und dann abzuschießen, werde die freie Wildbahn, so Jagdkritiker Hagen, zur ‚romantischen Hinrichtungsstätte‘.“[5]
[1] „Auch die Geweihträger Dam- und Sikawild haben wie der Mufflon ihre Verbreitung in Deutschland vor allem feudalen Jagdherren zu verdanken.“[6]
[1] „Im Wildgehege wächst ein kleines Mufflon zusammen mit Auerochsen auf.“[7]
[1] «Der Mufflon, von dem es heute im Chablais noch 200 Stück gibt, ist im Wallis vom Ausstreben bedroht. Seit Beginn des Winters wurden elf Mufflons in der Region von Champéry von einem oder mehreren Wölfen gerissen.»[8]
[1] „Bei uns nicht beheimatete Wildarten sind weiters der Damhirsch, der Jagdfasan, das Wildkaninchen und das Mufflon.[9]
[1] „Zunächst hieß es, es handle sich um einen Mufflon (Wildschaf), nun korrigiert der (ehemalige) Besitzer: ‚Das vermisste Tier war ein ungarisches »Zackelschaf«.‘“[10]
[1] „Inzwischen springt ein junges Mufflon übermütig im großen Damwildgehege umher.“[11]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Mufflon
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mufflon
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Mufflon
[1] Duden online „Mufflon
[1] wissen.de – Wörterbuch „Mufflon
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Mufflon“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Mufflon
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Mufflon
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMufflon
[1] Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 auf spektrum.de, „Mufflon
[1] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »Mufflon«.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Mufflon«.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 10., aktualisierte Auflage. Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2010, ISBN 978-3-411-04060-5, DNB 1007274220, Stichwort »Mufflon«, Seite 693.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »Mufflon«, Seite 1244.

Quellen:

  1. Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »Mufflon«.
    Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »Mufflon«, Seite 1244.
    Duden online „Mufflon
  2. wissen.de – Wörterbuch „Mufflon
    Wahrig Fremdwörterlexikon „Mufflon“ auf wissen.de
  3. Alfred Edmund Brehm; Friedrich Schödler (Bearbeiter): Brehm’s Illuſtrirtes Thierleben. Für Volk und Schule. Erſter Band. — Die Säugethiere, Verlag des Bibliographiſchen Inſtituts, Hildburghauſen 1870, Seite 658 (Zitiert nach Google Books).
  4. Jagd auf Bären und Devisen. In: DIE ZEIT. Nummer 14, 4. April 1957, ISSN 0044-2070, Seite 22.
  5. „Die Natur kommt auch ohne Jäger aus“. In: DER SPIEGEL. Nummer 25, 17. Juni 1985, ISSN 0038-7452, Seite 184 (DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 18. März 2021).
  6. Multikulti im Tierreich. In: DER SPIEGEL. Nummer 6, 2. Februar 1998, ISSN 0038-7452, Seite 196 (DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 18. März 2021).
  7. Thomas Schrott: Ein junges Mufflon wächst mit Auerochsen auf. In: Mannheimer Morgen. 22. April 2000.
  8. Der Mufflon wird von Wölfen bedroht. In: Die Südwestschweiz. 22. Februar 2007.
  9. Einbürgerung fremder Pflanzen und Tiere. In: Dolomiten. Tagblatt der Südtiroler. 27. März 2012, Seite 8.
  10. Aufatmen: „Zackelschaf“ tauchte überraschend auf. In: Niederösterreichische Nachrichten. 7. Juni 2012.
  11. Auch die Tiere spüren den Frühling. In: Rhein-Zeitung. 25. März 2017, Seite 13.