Mordstein

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Mordstein (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Mordstein

die Mordsteine

Genitiv des Mordsteines

der Mordsteine

Dativ dem Mordstein

den Mordsteinen

Akkusativ den Mordstein

die Mordsteine

[1] Mordstein aus Voigtsgrün, Anno 1842

Worttrennung:
Mord·stein, Plural: Mord·stei·ne

Aussprache:
IPA: [ˈmɔʁtˌʃtaɪ̯n]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] Architektur: gehauener Stein, der an einen feigen Mord erinnert

Herkunft:
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Mord und Stein

Synonyme:
[1] Sühnestein

Oberbegriffe:
[1] Denkmal, Stein

Beispiele:
[1] „Denn die mordenden Bauernbrüder mussten nicht ins Gefängnis, sondern einen Mordstein aufstellen.“[1]
[1] „Den Nachkommen der Brüder war die Geschichte des Mordsteins vermutlich so peinlich, dass sie den Stein heimlich in einer Graft (Wassergraben) versenkten, wo er später wieder auftauchte.“[2]
[1] „Der Verfasser hat als junger Lehrer in Badersleben auf dem dem Dorfe südlich vorgelagerten Kuhberge den sogenannten Mordstein mit der Inschrift vorgefunden: "Hier ist Fritz Seiler aus Stiege im Harz von Heinz Rabe am 6. Oktober 1826 ermordet worden".“[3]
[1] „Man folgt ihm wenige Meter, bis man auf der linken Seite ein Hinweisschild zu den so genannten Mordsteinen erblickt.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Sühnestein
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMordstein

Quellen:

  1. Der Mordstein von Golzwarden www.radiobremen.de, abgerufen am 27. September 2013
  2. Mordstein als Mahnmal in Golzwarden www.brake-touristinfo.de, abgerufen am 28. September 2013
  3. Der Mordstein von Edmund Mock (Lehrer in Badersleben v. 1894 - 1898) www.wirsindhuy.de, abgerufen am 28. September 2013
  4. Die Mordsteine zeugen von einem fast 400 Jahre alten Verbrechen regiowiki.hna.de, abgerufen am 28. September 2013