Molotowcocktail

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Molotowcocktail (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Molotowcocktail

die Molotowcocktails

Genitiv des Molotowcocktails

der Molotowcocktails

Dativ dem Molotowcocktail

den Molotowcocktails

Akkusativ den Molotowcocktail

die Molotowcocktails

[1] ein Molotowcocktail am Gürtel
[1] ein Molotowcocktail wird geworfen

Alternative Schreibweisen:

Molotow-Cocktail

Worttrennung:

Mo·lo·tow·cock·tail, Plural: Mo·lo·tow·cock·tails

Aussprache:

IPA: [ˈmɔlotɔfˌkɔktɛɪ̯l], auch: [ˈmoːlotɔfˌkɔkteːl]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Molotowcocktail (Info)

Bedeutungen:

[1] einfach konstruierter Wurfbrandsatz, meist in Form einer mit Benzin gefüllten Glasflasche

Herkunft:

Determinativkompositum aus der Umschrift des russischen Eigennamens Молотов (Mólotov) → ru und dem Substantiv Cocktail. Die Waffe wurde nach dem ehemaligen sowjetischen Politiker Molotow benannt.[1][2]

Synonyme:

[1] Brandflasche, Benzinbombe

Oberbegriffe:

[1] Brandsatz, Wurfwaffe

Kurzformen:

[1] Molly

Beispiele:

[1] Bei den Unruhen in Kairo kamen auch Molotowcocktails zum Einsatz.
[1] Nachdem die Lage eskaliert ist, flogen Steine und sogar Molotowcocktails.
[1] „Manchmal stehen Demonstranten mit Molotowcocktails vor dem Heim.“[3]
[1] „Unter meinem provisorischen Friseursessel liegen Molotowcocktails.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1161.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 895.
[1] wissen.de – Wörterbuch „Molotowcocktail
[1] Wikipedia-Artikel „Molotowcocktail
[*] canoonet „Molotowcocktail
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMolotowcocktail
[1] The Free Dictionary „Molotowcocktail

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1161.
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 895.
  3. Walter Wüllenweber: Timo – ein deutscher Terrorist. In: Stern. Nummer Heft 10, 2017, Seite 42–47, Zitat Seite 46.
  4. Edgar Hilsenrath: Der Nazi & der Friseur. Roman. 15. Auflage. dtv, München 2017, ISBN 978-3-423-13441-5, Seite 293. Zuerst 1977 erschienen.