Minimalpaar

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Minimalpaar (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Minimalpaar

die Minimalpaare

Genitiv des Minimalpaars
des Minimalpaares

der Minimalpaare

Dativ dem Minimalpaar

den Minimalpaaren

Akkusativ das Minimalpaar

die Minimalpaare

Worttrennung:

Mi·ni·mal·paar, Plural: Mi·ni·mal·paa·re

Aussprache:

IPA: [miniˈmaːlˌpaːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Minimalpaar (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik, Phonologie: Wort- oder Morphempaar, dessen Wörter beziehungsweise Morpheme gleich viele Laute enthalten, sich nur in einem Laut unterscheiden und damit verbunden eine verschiedene Bedeutung haben (Oft wird zusätzlich verlangt, dass sie die gleiche morphologische Struktur haben und zur gleichen Wortart gehören.)

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Adjektiv minimal und dem Substantiv Paar

Beispiele:

[1] Die Wörter "Beet" ([beːt]) und "Bett" ([bɛt]) bilden ein Minimalpaar; dies zeigt, dass [eː] und [ɛ] zwei Laute sind, die zu zwei verschiedenen Phonemen gehören, da sie in der Lage sind, allein die beiden Wörter zu unterscheiden.
[1] „Die dabei ins Feld geführten Minimalpaare basieren jedoch auf unterschiedlichen morphologischen Strukturen (…).“[1]
[1] „So ist es auch möglich, Minimalpaare innersprachlich, zum Beispiel aufgrund lexikalischer, syntaktischer oder semantischer Distributionen zu unterscheiden.“[2]
[1] „Hieran scheitert gleichfalls die entsprechend häufige (fünffache) Überprüfung jedes einzelnen Konsonanten in jeder Wortposition und ein Vorgehen mit Minimalpaaren, das insbesondere den Aspekt der Homophonien berücksichtigte, deren Bedeutung kürzlich von RÖSEL (1983) angesprochen wurde.“[3]

Wortbildungen:

[1] Minimalpaaranalyse

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Minimalpaar
[1] canoonet „Minimalpaar
[1] Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. Stichwort: „Minimalpaar“. ISBN 3-520-45203-0.
[1] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Minimalpaar“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.
[1] Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. 4., neu bearbeitete Auflage Quelle & Meyer, Heidelberg 1985, Stichwort: „Minimalpaar“. ISBN 3-494-02050-7.

Quellen:

  1. Kurt Braunmüller: Die skandinavischen Sprachen im Überblick. Francke, Tübingen 1991, ISBN 3-7720-1694-4. Zitat Seite 35.
  2. Otmar Werner: Einführung in die strukturelle Beschreibung des Deutschen. Teil I. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1973, ISBN 3-484-25019-4, Seite 54. Abkürzung aufgelöst.
  3. Detlef Hacker, Karl-Heinz Weiß: Zur phonemischen Struktur funktioneller Dyslalien. Verlag Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Weser-Ems e. V., Oldenburg 1986, ISBN 3-926274-02-6, Seite 61.