Meißel

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Meißel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Meißel

die Meißel

Genitiv des Meißels

der Meißel

Dativ dem Meißel

den Meißeln

Akkusativ den Meißel

die Meißel

[1] Zwei Meißel

Alternative Schreibweisen:
Schweiz und Liechtenstein: Meissel

Worttrennung:
Mei·ßel, Plural: Mei·ßel

Aussprache:
IPA: [ˈmaɪ̯sl̩]
Hörbeispiele:
Reime: -aɪ̯sl̩

Bedeutungen:
[1] Werkzeug, das dazu dient, die Schlagkraft eines Hammers auf einen sehr präzisen Punkt zu konzentrieren

Herkunft:
seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch meizel, althochdeutsch meizil, Instrumentalbildung mit Suffix -ila- für Gerätebezeichnungen zu meizan ‚(ein-, zer)schneiden‘, über urgermanisch *maitananschneiden, hauen‘, wie auch gotisch maitan,[1] norwegisch meita ‚stechen; schneiden; angeln‘, saterfriesisch matje; mit Dentalsuffix zum indogermanischen *meiH- ‚mindern‘,[2] vergleiche altlitauisch apmaitinti ‚verwunden‘, lettisch màitât ‚verderben, zerstören‘. Innersprachlicher Kognat: Ameise.

Oberbegriffe:
[1] Werkzeug

Unterbegriffe:
[1] Drehmeißel, Flachmeißel, Grabmeißel, Hohlmeißel, Kaltmeißel, Kreuzmeißel, Schrotmeißel, Setzmeißel, Stemmmeißel/Stemm-Meißel

Beispiele:
[1] Der Bildhauer konnte seinen Meißel einfach nicht finden.
[1] „Ein Raum, ein Mann, ein riesiger Stein: 19 Tage lang war Mikes Poppe mit dem Fuß an einen Marmorblock gekettet und versuchte, sich mit Hammer und Meißel zu befreien.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:
[1] Hammer und Meißel

Wortbildungen:
[1] meißeln

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Meißel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Meißel
[1] canoonet „Meißel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMeißel
[1] Duden online „Meißel
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Meißel

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 511.
  2. Marlies Philippa et al: Etymologisch Woordenboek van het Nederlands. Stichwort: „moot“. 2003-2009. [1]
  3. 19 Tage an Marmorblock gekettet - Künstler muss befreit werden. Abgerufen am 15. August 2018.